
Tesla-Gründer Elon Musk erreichte mit dem Weltraumprojekt SpaceX einen erfolgreichen Börsengang. Der Welt weist der Multimilliardär damit den Weg.
Nichts ist unmöglich. Mit diesem Motto ist am Freitag mit SpaceX der grösste Gang der Welt auf das Börsenparkett geglückt.
Rund 11 Prozent Anfangsgewinn
Die Aktien des Raumfahrtunternehmens mit angeschlossenen Geschäften um Künstliche Intelligenz KI starteten an der US-Technologiebörse Nasdaq mit 150 Dollar je Titel.
Damit verwirklichte sich der einstige Tesla-Gründer Elon Musk einen weiteren Traum.
Mit seinem Satelliteninternet Starlink, das ebenfalls Teil von SpaceX ist, stiegen die Aktien um rund 11 Prozent über den eigentlichen Ausgabekurs von 135 Dollar je Papier.
Schweizer mit beteiligt
Das Unternehmen nahm über den Börsengang rund 75 Milliarden Dollar ein und bewertete damit den Gesamtkonzern auf 1,8 Billionen Dollar.
Diese Werte übertreffen den bisher grössten «IPO» der Welt, jenen von Saudi Aramco, um Lichtjahre.
Schweizer sind etwa über ihre Pensionskassen, die oft in Indexfonds investieren, auch an diesem Börsengang beteiligt, weil kein Index um die grösste Börsenfirma der Welt herumkommt.
Die Schweiz profitiert von SpaceX aber auch, weil zahlreiche Schweizer Zulieferbetriebe das Raumfahrtunternehmen mit Elektronikkomponenten beliefern.
Motivation mit Unerreichbarem
Wer sich am Börsengang beteiligt hatte und die Aktien hielt, konnte sich über noch mehr Gewinn freuen.
Die SpaceX-Titel stiegen im Laufe des ersten Handelstages auf 176,52 Dollar und schlossen bei 160,95 Dollar je Aktie, was einen Handelsgewinn von fast 20 Prozent bedeutete.
Allen Unkenrufen zum Trotz kletterte die Unternehmensbewertung damit sogar über die besagten 2000 Milliarden Dollar, die im Vorfeld des Börsengangs vielerorts als völlig utopisch kritisiert worden waren.
Starunternehmer Musk beweist der Welt: Nichts ist unmöglich. Es motiviert viele junge Menschen, und allein schon das zählt.
Einzelteile weniger wert
Das Raumfahrtunternehmen SpaceX macht dabei keinerlei Gewinne, wie muula.ch berichtete. Dividendenausschüttungen gibt es auf absehbare Zeit ebenfalls keine.
Finanzanalysten rechneten im Vorfeld des «IPO» sogar vor, dass die Einzelgeschäfte auf eine maximale Firmenbewertung von rund 600 Milliarden Dollar kämen, so nicht mal ein Drittel von der nun erzielten Marktkapitalisierung.
KI verschlingt Milliarden
Der grösste Gewinnbringer von SpaceX ist der Internetdienst Starlink über Satelliten. Die KI-Firma xAI verschlingt Unsummen für die Rechenzentren.
Von der Eroberung des Weltalls gibt es bisher nur einen Traum. Allenfalls ein paar Raketen können Investoren die Ambitionen nahebringen.
Megatrends im Fokus
Doch all dies spielt an der Börse gar keine grosse Rolle.
Die Story um Musk stimmt und trifft den Nerv der Zeit in Bezug auf Raumfahrt, unabhängige Telekommunikation sowie Internet und KI.
Und an der Börse gab es für das Träumen schon immer viel Geld – man muss es nur einsammeln, wie Unternehmer Musk zeigt.
13.06.2026/kut.





