Musk lässt tief in Raumfahrt-Schatulle blicken

Tesla-Unternehmer Elon Musk
Unternehmer Elon Musk produziert mit SpaceX hohe Verluste. (Bild: pixabay)

Die Schweiz will hoch hinaus ins All. Doch Elon Musk zeigt mit SpaceX um Falcon-Raketen, xAI und Starlink, dass es quasi nur um Milliardenverluste geht.

Wollen sich Alteigentümer über einen Börsengang von ihrer Habe trennen, müssen Investoren immer besonders vorsichtig sein.

Was für die sogenannten IPOs in der Schweiz, um Galderma, Amrize und etwa die Swiss Marketplace Group SMG gilt, hat für die Wall Street noch grössere Bedeutung, weil die Werte oft um ein Vielfaches grösser sind.

Milliardenverluste wohin man blickt

So will der Milliardär Elon Musk nun seinen US-Raumfahrtkonzern SpaceX an die Technologiebörse Nasdaq bringen und den bisher grössten Börsengang der Welt vom saudischen Erdölkonzern Saudi Aramco im Jahr 2019 übertreffen.

Die Bewertung von SpaceX soll rund 1750 Milliarden Dollar betragen.

Jahresrechnungen von SpaceX
SpaceX weist hohe Milliardenverluste aus. (Screenshot: muula.ch)

Wie aus dem Börsenprospekt von SpaceX hervorgeht, der in der Nacht auf den heutigen Donnerstag bei der US-Börsenaufsicht SEC publiziert wurde, geht es praktisch darum, Milliardenverluste auf viele Investoren zu verteilen.

Klar, bei solch gigantischen Projekten, wie der Eroberung des Weltalls, sind die Anfangsinvestitionen gigantisch und Geldrückflüsse lassen lange auf sich warten.

Dies solle für die Schweiz mit ihren Weltraumambitionen um die staatliche Beyond Gravity des Rüstungskonzerns Ruag also eine Warnung sein.

Umsatz so hoch wie Verlust

Im vergangenen Jahr belief sich der Verlust von SpaceX auf fast 5 Milliarden Dollar. Der Umsatz mit Starlink und Falcon-Raketen betrug dabei immerhin 18,7 Milliarden Dollar. 

Im Jahr 2024 schaute bei einem Umsatz von rund 14 Milliarden Dollar nur ein Mini-Gewinn von 791 Millionen Dollar heraus.

Doch 2023 hatten die Erlöse bei 10 Milliarden Dollar auch schon einen Fehlbetrag von 4,6 Milliarden Dollar produziert.

Das Börsenprospekt gibt zudem erstmals Einblick in die ersten Quartalszahlen 2026 – der Umsatz war fast so hoch wie der Verlust und lag bei gigantischen 5 Milliarden Dollar.

Cash-Ausflüsse in Massen

Die Segmente verdeutlichen obendrein, dass mit der Künstlichen Intelligenz xAI für den Aufbau von Rechenzentren derzeit nur Geld verbrannt wird.

Die Internet-Dienste über Satelliten Starlink, die es auch in der Schweiz äusserst günstig zu haben gibt, rentieren nicht. Die Milliardeninvestitionen fressen die Mittel – dabei geht es vor allem darum, mit xAI auf einen grünen Zweig zu kommen.

Investitionen von SpaceX nach Segmenten
KI verbraucht mit Abstand die meisten Mittel. (Sreenshot: muula.ch)

Auf Dividenden, so hiess es nun von SpaceX, müssten künftige Aktionäre verzichten.

Allfällige Gewinne, falls es die jemals geben wird, sollen also auf absehbare Zeit nicht ausgeschüttet werden.

Macht weiter in den Händen halten

Musk will bei dem Börsengang das Sagen wohlgemerkt nicht an andere Eigentümer abtreten.

Laut dem IPO-Börsenprospekt sichert sich der Tesla-Unternehmer über zwei Aktienklassen rund 85 Prozent der Stimmrechte und will CEO, Verwaltungsratspräsident sowie Technikchef bleiben.

Änderungen bedürfen Musks Zustimmung, was zeigt, das Normalsterbliche auch künftig in der Firma nicht das Sagen haben.

Wenn Alteigentümer sich von ihrer Habe trennen, müssen Investoren eben ein besonders wachsames Auge haben.

21.05.2026/kut.

Musk lässt tief in Raumfahrt-Schatulle blicken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert