Bauern nutzen Hitze und Bund aus

Ein trockener Weg auf einem Feld
Die Trockenheit wird vielerorts zum Problem. (Bild: pixabay)

Die Schweizer Landwirte erhalten wieder Hilfe vom Staat. Doch mit den hohlen Händen kümmern sich die Bauern nicht mehr um die eigentlichen Probleme.

Wenn Güter knapp werden, steigen normalerweise ihre Preise.

In der Schweiz ist das allerdings oftmals nicht so, weil Markteingriffe dies verhindern und somit die Engpässe auch nicht korrekt angezeigt werden.

Volk im Unklaren halten

Dies tritt regelmässig bei Energieproblemen hervor. Doch während der grossen Hitze in diesen Tagen fällt das Scheinwerferlicht auf die Ressource Wasser. 

Der Bund unterstützt nun die Landwirtschaft mit Massnahmen, um die Auswirkungen der Trockenheit abzufedern, hiess es vom Bundesamt für Landwirtschaft BLW.

Die Behörde versäumte es allerdings, die Öffentlichkeit aktiv über die Staatshilfe für die Schweizer Bauern zu informieren, sondern publizierte die Informationen nur auf ihrer Webseite.

Direktzahlungen ohne Abstriche

Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen stellten die Schweizer Landwirtschaft vor grosse Herausforderungen, erklärte das BLW.

Auf vielen Betrieben werde das Futter knapp und die Ernteerträge bei den Ackerkulturen fielen tiefer aus.

Der Schweizer Staat springt den «armen» Bauern also nunmehr bei.

Die Direktzahlungen würden auch voll ausgezahlt, selbst dann, wenn einzelne Vorgaben nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können, erklärte die Behörde weiter.

Kostenlose Kredite

Zur Erleichterung der inländischen Futterversorgung habe das Bundesamt zudem die Zölle auf Heuimporte per 1. August 2026 aufgehoben.

Obendrein sei eine Senkung der Einfuhrzölle auf Futtermais per 15. August 2026 in Vorbereitung.

Betriebe, die infolge der Trockenheit in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, können zur Überbrückung ausserdem zinsfreie Betriebshilfedarlehen beantragen, erklärte das BLW weiter.

Finanzierung von Wasserprojekten

Der Bund stellt aber ohnehin zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung, um Bewässerungs- und Wasserversorgungsprojekte auf Landwirtschaftsbetrieben und im Sömmerungsgebiet zu realisieren.

Gleichzeitig unterstützt der Schweizer Staat die Züchtung robuster, klimaangepasster Sorten.

Der Bund hilft der Schweizer Landwirtschaft in verschiedenen Projekten bezüglich Wassermanagement oder klimaangepasster Bodenbewirtschaftung, hiess es zu weiteren Stützungsmassnahmen.

Subvention der Policen

Seit 2025 profitieren Landwirtschaftsbetriebe sogar von einer Verbilligung der Prämien für Ernteversicherungen gegen Schäden durch Trockenheit.

Der Bund übernimmt dabei 30 Prozent der Versicherungsprämie.

Die Bauern müssen da also auch nicht den vollen Preis bezahlen.

Warum Futtermittel importieren?

Mit anderen Worten: Praktisch alle Geschäftsrisiken im Zusammenhang mit der Wasserknappheit übernimmt der Schweizer Staat und die Landwirte sind fein raus.

Doch müssten die Bauern diese selbst vollständig tragen, würden sie viele Umstände, wie die Importzölle für Futtermittel oder die Verbilligung von Versicherungsprämien, hinterfragen und mit guten Ideen darauf reagieren.

So, wie jetzt, werden die Probleme einfach beim Staat abgeladen. Vielleicht wäre es beispielsweise für die Schweiz günstiger, fertige Nahrungs- als nur Futtermittel zu importieren.

Doch dies hinterfragt mit den Subventionen niemand mehr. Über alternative Lösungen gibt es keine Innovation, weil die Allgemeinheit die Folgen trägt.

Beamte sichern ihre Stellen

Und die Beamten in dem Bundesamt wissen, dass ihre Arbeitsplätze, sprich ihre Ernährungsquelle, von all solchen Staatshilfen abhängen.

Also sagen sie dem Volk nicht einmal die Wahrheit über die korrekte Knappheit.

06.08.2026/kut.

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