
Bei SpaceX, der Raumfahrtfirma von Elon Musk, dürfte es zum Börsenstart bergauf gehen. Der Indexanbieter MSCI kommt dem Tesla-Gründer entgegen.
Mitte Juni gibt es den grössten Börsengang der Welt und auch viele Schweizer fiebern dem Ereignis mit Spannung entgegen.
Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, SpaceX, will sich rund 75 Milliarden Dollar an Kapital besorgen, wie muula.ch berichtete.
Rückenwind garantiert
Damit kommt der Tesla-Gründer mit einer weiteren Unternehmung auf eine Marktbewertung von 1,75 bis zwei Billionen Dollar.
Das ist noch mehr als der bisher grösste IPO des saudischen Erdölkonzerns Saudi Aramco.
Doch der Gang auf das Börsenparkett könnte sogar in den Genuss einer Blitzaufnahme in die internationalen Börsenindizes kommen. Henry Fernandez,
Chef eines der grössten Indexanbieter MSCI, rechnet mit einer Aufnahme innerhalb von zehn Tagen nach dem Börsengang.
Automatische Erfolgsgarantie
Wenn ein Unternehmen an die Börse gehe, werde es normalerweise nicht sofort in einen Index aufgenommen, sagte er im Interview mit der «Welt am Sonntag» zwar.
Das hat einen gewichtigen Grund: «Sonst würden wir indirekt den Erfolg des Börsengangs garantieren, weil passive Fonds sofort grosse Summen investieren müssten», erklärte Fernandez in dem deutschen Blatt.
Nur kleiner Puffer
MSCI warte daher gewöhnlich bis zur nächsten turnusgemässen Überprüfung am Quartalsende.
«Bei sehr grossen Unternehmen machen wir aber Ausnahmen», so Fernandez weiter.
«Dann kann eine Aufnahme etwa zehn Tage nach dem IPO erfolgen – sobald sich der Aktienkurs stabilisiert hat. Bei SpaceX dürfte es ähnlich laufen», erklärte der MSCI-Chef.
Schweizer Investoren dabei
Der bekannteste Index ist der MSCI World, der Grundlage vieler Exchange Traded Funds ETFs ist, in die Anleger dutzende Milliarden weltweit investiert haben.
Da fliesst auch das Geld von Schweizer Pensionskassen automatisch hinein.
Mit der Indexaufnahme landet also SpaceX auch in den Portfolios vieler Schweizer; ob sie wollen oder nicht.
Weltereignis mal anders
Das Unternehmen ist bereits 2002 als kommerzielle Raumfahrtfirma gegründet worden. Es bringt Satelliten ins All, betreibt das Internetnetzwerk Starlink und vereint seit der Übernahme von xAI auch eigene KI-Systeme wie Grok sowie KI-Rechenzentren unter seinem Dach.
Nun wird aber nicht ein Raketenstart zum Weltereignis, sondern SpaceX selbst mit seinem Gang auf das Börsenparkett.
30.05.2026/kut.





