
Spanien hat die Weltmeisterschaft 2026 im Fussball gewonnen. Nun fliessen die Milliarden des Weltfussball-Verbandes Fifa über den ganzen Erdball.
Die Fussball-Weltmeisterschaft 2026 ist in der Nacht auf den heutigen Montag zu Ende gegangen.
Im Finale traf Spanien auf Argentinien und lieferte einen verdienten Sieg gegen das von Starfussballer Lionel Messi geführte Team der Südamerikaner.
Rund 75 Prozent an Mehreinnahmen
Nun fliessen die Milliarden. Mit der erweiterten Version der Fussball-Weltmeisterschaft auf 48 Teams nahm die Fifa rund 15 Milliarden Dollar ein, wie Fifa-Chef Gianni Infantino kurz vor dem Finalspiel bekanntgab.
Im Vier-Jahres-Zyklus mit der Fussball-Weltmeisterschaft in Katar noch mit 32 Teams hatte der Weltfussball-Verband mit 7,57 Milliarden Dollar «nur» rund die Hälfte eingenommen.
Damit waren aber schon die Erlöse um 18 Prozent zum vorherigen Zyklus 2015 bis 2018 gestiegen.
Rund 355 Millionen für das Turnier
Das Fussballspektakel in Mexiko, Kanada und den USA war kommerziell mit Werbeeinnahmen, dem Ticketverkauf und den Lizenzerlösen also sehr erfolgreich. Von den rund 15 Milliarden Dollar werden 95 bis 99 Prozent wieder in den Fussball investiert.
Damit hatte der Weltfussball-Verband auch die hohen Ticketpreise gerechtfertigt, weil das Geld damit nicht an Zwischenhändler, sondern wieder in den Sport fliessen würde.
Der FIFA-Rat hatte im Vorfeld bestätigt, dass für die Fussball-WM ein Fonds von 355 Millionen Dollar bereitgestellt würde. Das waren rund 70 Prozent mehr als im Jahr 2022.
Tausende für die Spieler
Für Klubs, die Spieler für Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft abgestellt haben, wurden insgesamt 100 Millionen Dollar reserviert, die pro Spieler und Spiel verteilt würden.
Bei 905 ausgetragenen Qualifikationsspielen belaufe sich die erwartete Entschädigung auf rund 2360 Dollar pro Spieler und Spiel.

Weitere 250 Millionen Dollar würden unter den Klubs verteilt, deren Spieler an der WM-Endrunde teilnahmen, hatte die Fifa angekündigt.
Die erwartete Mindestentschädigung liege bei 5000 Dollar pro Spieler und Tag, wobei die endgültigen Zahlen erst nach dem Turnier bestätigt würdigten.
Die verbleibenden 5 Millionen Dollar seien eine Reserve. Der ganze Rest wird in die Fifa-Programme zur Förderung des Fussballs verwendet.
Es gibt also weltweit einen gigantischen Geldregen für den Nachwuchs, für neue Stadien und für weitere Fussball-Wettbewerbe. Der Begriff Förderung ist dabei dehnbar.
Banknoten für Qualifikation
An die Fussballklubs werden ohnehin schon 871 Millionen Dollar ausgeschüttet, rund 15 Prozent mehr als ursprünglich geplant, hiess es von der Fifa.
So stieg die WM-Teilnahmevergütung von 1,5 auf 2 Millionen Dollar je Team. Für die WM-Qualifikation gibt es 10 statt 9 Millionen Dollar.
Und für die Organisation des Worldcup in Nordamerika sowie für Ticketsubventionen erhält jedes Team 16 Millionen Dollar.
Auch die Schiedsrichter werden fürstlich bedacht. Sicher bekommen die Fifa-Funktionäre für ihre anstrengende Arbeit ebenfalls den einen oder anderen Bonus.
Wirtschaftsimpuls für die Regionen
Doch nicht nur die Fifa und der Weltfussball haben von der Weltmeisterschaft profitiert.
Die Organisatoren hatten auch anhand einer Analyse für Boston die wirtschaftlichen Effekte ausgerechnet. So hätten die sieben WM-Spiele vor rund 450.000 Fans im Boston-Stadion als wirtschaftlicher Impuls für die Region gegeben.
Die Hotellerie verzeichnete im Grossraum Boston während der Fussball-Weltmeisterschaft ein starkes Ergebnis, wie die Zahlen für Juni belegten.
Durchschnittspreis stieg 20 Prozent
Für den Zeitraum vom 12. bis 27. Juni belief sich der durchschnittliche Zimmerpreis pro Tag (Average Daily Rate, ADR) auf 410,44 Dollar und der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (Revenue Per Available Room, RevPAR) auf 357,36 Dollar.
Dies lag um jeweils rund 20 Prozent höher als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2025.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen reichten sogar weit über die Stadtgrenzen hinaus: Im gesamten Bundesstaat Massachusetts legte der RevPAR im Vergleich zum Vorjahr um 13,3 Prozent zu, hatte die Fifa in einer Analyse mitgeteilt.
Bei Turnieren noch mehr Geld
An den Spieltagen waren die Ergebnisse in Boston noch eindrucksvoller.
So belief sich der ADR auf 445,45 Dollar und lag damit 26,8 Prozent höher als 2025, während der RevPAR 405,50 Dollar betrug, was sogar einem Plus von 28,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach.
Feiern lassen Kassen klingen
Alles in allem haben auch in der Schweiz viele Bars und Restaurants mit Public Viewing von der Fussball-Weltmeisterschaft 2026 profitiert.
Und die ganze Nacht auf Montag wurde Spanien von Madrid über Barcelona bis hin nach Basel, Zürich, Genf & Co. als neuer Fussballweltmeister gefeiert.
Dabei klingelte auch viel Geld in weiteren Kassen, die praktisch nichts mit der Fifa zu tun hatten.
Drei Kontinente im Fokus
Und die nächste Fussball-Weltmeisterschaft 2030 soll noch gigantischer werden.
Sie findet auf drei Kontinenten statt. Austragungsorte sind Uruguay, Argentinien und Paraguay in Südamerika, Marokko in Afrika und Spanien sowie Portugal in Europa.
Es wird das letzte Mal eine WM sein, bei der es Fussball-Sticker der italienischen Firma Panini gibt. Die Fifa hatte die seit 1970 bestehende Kooperation mit Sammelbildern beendet und ab 2031 dem US-Hersteller Topps übergeben.
Möglicherweise, so hat es Fifa-Chef Infantino bereits jetzt auch formuliert, spielen dann auch 64 und nicht mehr nur 48 Teams gegeneinander. Das generiert nicht nur mehr Sammelbilder, sondern insgesamt noch mehr Milliarden.
20.07.2026/kut./Meldung ausgebaut



