
Um die Stimmung ist es derzeit in der Welt nicht besonders gut bestellt. Doch wirtschaftlich geht es in vielen Gegenden aufwärts – wie etwa in der Schweiz.
Die Schweizer Volkswirtschaft entwickelt sich trotz Gegenwinden durchaus gut.
Dies verdeutlichen beispielsweise die neuesten Daten zum Arbeitsmarkt.
Tausende Arbeitsplätze mehr
So legte die Beschäftigung im ersten Quartal 2026 um 0,5 Prozent auf 5,5 Millionen Personen zu, wie das Bundesamt für Statistik BFS am heutigen Donnerstag bekanntgab.
Das sind immerhin 26.100 mehr Stellen als vor Jahresfrist. In einer Krise würden Staat und Privatwirtschaft kaum so etwas vornehmen.

Auf Vollzeitstellen gerechnet, erreichte das Beschäftigungsvolumen 4,323 Millionen Stellen.
Dies seien 13.900 Vollzeitäquivalente beziehungsweise +0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr, hiess es weiter.
Jahreswechsel gut überstanden
Doch auch gegenüber dem Vorquartal bedeutet dies einen Zuwachs.
Saisonbereinigt habe das Plus bei 0,4 Prozent gelegen, erklärten die Statistiker.
Dies ist durchaus bemerkenswert, weil gerade zum Ende eines Jahres viele Stellen abgebaut werden oder Kündigungen wegen der Weihnachtszeit erst im neuen Jahr ausgesprochen werden.
Doch selbst da lag die Beschäftigung auf Wachstumskurs.
Auch Dienstleistungen florieren
Die Beschäftigung im zweiten Sektor, also in der Industrie und im Baugewerbe, habe im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1100 Stellen beziehungsweise um +0,1 Prozent auf 1,129 Millionen Beschäftigte zugelegt.
Der dritte Sektor, also die Dienstleistungen, wiesen ein Stellenwachstum von 25.000 Arbeitsplätzen beziehungsweise +0,6 Prozent mehr.
Im Servicesektor der Schweiz arbeiten demnach 4,409 Millionen Beschäftigte, auch wenn es in diesem Bereich zuletzt einige Misstöne gab.

Selbst gegenüber dem Vorquartal waren die Entwicklungen in beiden Sektoren positiv.
Der Beschäftigungsstand innerhalb eines Quartals im zweiten Sektor sei um 1000 Stellen zugenommen beziehungsweise +0,1 Prozent und im dritten Sektor um 20.000 Stellen beziehungsweise +0,5 Prozent gestiegen.
Der erste Sektor, die Landwirtschaft, ist in diesen Daten nicht erfasst.
Strukturelle Arbeitslosigkeit als Problem
Die Aussichten bleiben auch optimistisch.
Die Unternehmen meldeten im 1. Quartal 2026 insgesamt 98.200 offene Stellen, was im Vergleich zu vor einem Jahr ein Plus von 4700 Stellen beziehungsweise +5,0 Prozent darstellt.
Sowohl im zweiten Sektor von Industrie und Baugewerbe als auch im Dienstleistungssektor seien wieder mehr offene Stellen gezählt worden, erklärten die Statistiker.
Die Talsohle seit dem Schock mit den Strafzöllen von US-Präsident Donald Trump ist da offenbar klar durchschritten.

Gewichtet nach der Anzahl der Beschäftigten, meldeten sogar immer noch 34,3 Prozent der Unternehmen, dass sie Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften hätten.
Die angebotenen Arbeitskräfte, die es bei rund 3 Prozent an aktueller Arbeitslosigkeit gibt, passen offenbar nicht immer zu den gesuchten Qualifikationen.
Ökonomen sprechen dabei von struktureller Arbeitslosigkeit.
Weiteres Wachstum in Sicht
Der Anteil der Firmen, die kurzfristig eine Erhöhung der Belegschaft planten, stieg im 1. Quartal 2026 laut dem BFS um fast 1 Prozentpunkt auf 11,0 Prozent der Gesamtbeschäftigung.
All dies verdeutlicht, dass die Schweiz, wie viele andere Volkswirtschaften auf dieser Welt, kein Trübsal blasen müssen.
Und kommt Deutschland endlich wieder richtig auf die Beine, läuft es hierzulande bald quasi von alleine.
28.05.2026/kut.





