Kometenhafter Aufstieg von Gstaad

Blick auf Gstaad im Berner Oberland
Ferienwohnungen sind in Gstaad BE am teuersten. (Bild: X. v. Erlach / unsplash)

Die Schweiz dominiert den Markt der teuersten Feriendomizile im Alpenraum und Gstaad klettert um vier Plätze empor. Es dürfte weiter aufwärtsgehen.

Alpine Ferienwohnungen haben sich im vergangenen Jahr um knapp 4 Prozent verteuert.

Die Preise stiegen laut der neuesten Auswertung der Grossbank UBS damit stärker als noch im Vorjahr, als sie um 2,3 Prozent zugelegt hatten.

Aufstieg von Platz 4

Die fünf teuersten Ferienimmobilienmärkte im Alpenraum befinden sich in der Schweiz.

An der Spitze steht diesmal Gstaad in Kanton Bern, wo Ferienwohnungen im gehobenen Segment im Durchschnitt rund 25.000 Franken pro Quadratmeter kosten.

Im Vorjahr lag der diesmalige Spitzenreiter mit einer grossen Spannbreite bei den Immobilienpreisen noch auf Platz 4, wie muula.ch berichtete.

Quadratmeterpreise von Ferienwohnungen in den Alpen
Quelle: UBS

Die Destination Engadin/St. Moritz, die im Vorjahr auf dem ersten Rang lag, folgte diesmal auf dem zweiten Platz mit Quadratmeterpreisen von etwa 24.000 Franken.

Verbier, Andermatt und Zermatt komplettieren die Top Fünf, wobei die durchschnittlichen Preise laut der UBS jeweils bei 21.000 Franken pro Quadratmeter begannen.

Italien als Schlusslicht

Der teuerste Standort in den französischen Alpen ist Courchevel, wo die Ferienwohnungspreise im gehobenen Segment etwa 18.500 Franken (20.000 Euro) pro Quadratmeter betrugen.

Mit Quadratmeterpreisen um 15.000 Franken (16.000 Euro) führt Kitzbühel die Rangliste in Österreich an. Cortina d’Ampezzo ist mit einem Preisniveau von rund 12.000 Franken (13.000 Euro) pro Quadratmeter die teuerste Destination im italienischen Alpenraum.

Langsames Wachstum in Frankreich

Als Gründe für die weitere Verteuerung der Feriendomizile im Alpenraum nannte die Grossbank den zunehmenden Alpentourismus, die Olympischen Winterspiele und die im Jahr 2025 gesunkenen Finanzierungskosten.

Die stärksten Anstiege verzeichneten die Top-Destinationen in der Schweiz und in Italien mit jeweils knapp 6 Prozent.

In Österreich stiegen die Preise um gut 3 Prozent und machten damit die Rückgänge der Vorjahre wett.

In den französischen Top-Destinationen verlangsamte sich das Wachstum hingegen deutlich und lag 2025 nur noch bei rund 1 Prozent.

Sicherer Hafen zählt

Die UBS zeigte sich zuversichtlich, dass die Preisentwicklung genauso weitergeht.

Schweizer Top-Standorte überzeugten mit einer stabilen Währung, attraktiver Steuerpolitik, hoher Sicherheit und Diskretion, erklärte das Geldhaus zu den Hintergründen.

Geopolitische Unsicherheiten und die Rolle der Schweiz als «sicherer Anlagehafen» verstärkten zudem das Interesse internationaler Käufer.

Ferienwohnungen behaupteten sich damit weiterhin als begehrtes Gut, sei es als Rückzugsort, Kapitalanlage oder Statussymbol, so die UBS.

Verbier rutschte ab

Die Dynamik ist dabei in der Schweiz ganz unterschiedlich, wie der kometenhafte Aufstieg von Gstaad innerhalb von nur 12 Monaten zeigte.

Quadratmeterpreise Schweizer Ferienregionen
Quelle: UBS

Den stärksten Zuwachs verzeichnete 2025 aber Crans-Montana mit über 15 Prozent, gefolgt von Davos/Klosters und Andermatt mit jeweils 12,5 Prozent.

Einzig in Verbier und Elm/Braunwald seien Preisrückgänge registriert worden.

Und Verbier war schliesslich unlängst auch mal Spitzenreiter.

04.06.2026/kut.

Kometenhafter Aufstieg von Gstaad

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