
Der Axpo-Konzern muss aufgrund der Hitze in der Schweiz sein Atomkraftwerk Beznau drosseln. Noch diese Woche dürfte der Totalausfall kommen.
Die aktuelle Hitzewelle belastet nicht nur die Menschen in der Schweiz.
Auch die Stromproduktion erleidet einen Rückschlag, wie der staatliche Energiekonzern Axpo am Mittwochabend bekanntgab.
Kühlwasser zu warm
Der Stromproduzent habe die Leistung beider Reaktorblöcke beim Atomkraftwerk Beznau bereits am Dienstag auf 50 Prozent reduziert, hiess es weiter.
Die anhaltend hohen Temperaturen in der Schweiz hätten dazu geführt, dass die Aare unterhalb des Kernkraftwerkes eine Wassertemperatur von 25 Grad erreicht habe, erklärte die Axpo zu den Gründen.
Flora und Fauna im Fokus
Die Massnahme ist auf den Umweltschutz zurückzuführen.
Das Kühlwasser für Beznau wird aus der Aare entnommen und nach dem Kühlvorgang wieder in den Fluss zurückgeleitet.
Eine weitere Erwärmung des bereits warmen Gewässers will die Schweiz in heissen Sommerperioden verhindern.
Damit will Axpo die Flora und Fauna nicht zusätzlich belasten, was im Einklang mit den Anweisungen des Bundesamtes für Energie BFE stünde.
Werde sich der Fluss Aare nicht absehbar abkühlen, werde das Kernkraftwerk am Freitag vom Netz genommen, erklärte die staatliche Axpo weiter.
Durchmischung half nichts
Bereits am Dienstag hatten Medien auf Basis eines News-Tickers über die Aare-Temperaturen über eine Drosselung des Kernkraftwerkes Beznau berichtet.
Doch der Betreiber hatte die Öffentlichkeit von sich aus nicht per Communiqué informiert.
Die Durchmischung des Flusswassers hatte angesichts der aktuellen Hitzewelle keine Reduktion der Temperatur gebracht, weshalb ein Teilausfall der wichtigen Stromquelle dann bereits absehbar war.
24.06.2026/kut.





