Grössere Distanz der Zürichsee-Orte zum Umland

Blick über Zürich und den Zürichsee
In Zürich und Umgeben boomt der Immobilienmarkt. (Bild: pixabay)

Die Wohneigentumspreise im Kanton Zürich steigen unaufhörlich und nichts kann sie bremsen. Doch beim Preiswachstum gibt es Unterschiede.

Die Immobilien im Kanton Zürich verteuern sich noch mehr.

Die Wohneigentumspreise legten im 2. Quartal um 0,4 Prozent zu. Gegenüber dem Vorjahresquartal habe das Plus bei 2,2 Prozent gelegen, teilte die Zürcher Kantonalbank ZKB zu ihrem ZWEX-Monitoring am heutigen Dienstag mit.

Krisen prallen ab

Ein Vergleich über 20 Jahre zeigt die Dramatik der Teuerung. Unter Berücksichtigung der Qualitätsunterschiede kosteten die heutigen Eigenheimpreise im Kanton Zürich rund 2,5-mal so viel wie damals, hiess es von der Staatsbank.

Dies sei ein ungebrochener Aufwärtstrend, dem weder die grosse Finanzkrise noch die Euro-Schuldenkrise oder die Coronavirus-Pandemie etwas anhaben konnten, erklärte die ZKB weiter.

Gerade die Stadt Zürich und die Seegemeinden, wie Meilen, bilden die absoluten Spitzenreiter.

Verdreifachung binnen weniger Jahre

Doch innerhalb des Kantons gibt es gewaltige Unterschiede. Am ausgeprägtesten sei die Preissteigerung mit einem Faktor von 2,8 in den teuersten Gemeinden um den Zürichsee sowie der Stadt Zürich gewesen, errechnete das Geldhaus zudem.

Das Preiswachstum lag in Zürich und an der «Goldküste» im 2. Quartal mit 1,8 Prozent erneut über dem kantonalen Durchschnitt, hiess es.

Wohnimmobilienindex der ZKB für den Kanton Zürich
Seelage bringt bei Wohnimmobilien am meisten Geld. (Screenshot: muula.ch)

In suburbanen Gemeinden im Einzugsgebiet der Stadt Zürich sowie der Stadt Winterthur lief es im 2. Quartal dagegen nicht so gut.

Die Preise für Wohneigentum sanken hier sogar um 1,4 Prozent, während die Preise in den ländlichen Gemeinden im Kanton Zürich um 1,7 Prozent anzogen.

Steigende Nachfrage auf dem Land

Schaut man auf die Jahresentwicklung, so änderten sich die Wohnimmobilienpreise dagegen ganz anders.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 stieg der Index um 2,2 Prozent.

Die teuersten Gemeinden um den Zürichsee sowie in der Stadt Zürich zogen um 2,9 Prozent an.

Regionen der ZKB für Wohnimmobilien im Kanton Zürich
Regionen im Kanton Zürich mit 25 Prozent der Transaktionen in den günstigsten und in den teuersten Ortschaften. (Quelle: ZKB)

In der Region von Kloten, Dübendorf und Uster ging es «nur» um 1,2 Prozent nach oben.

In der Region um Andelfingen, Effretikon und Rüti legten die Tarife dagegen sogar um 3,2 Prozent zu.

Weniger Migration und Bautätigkeit

Wie wird es weitergehen? Auch dazu äusserte sich die ZKB. Weder der prognostizierte Rückgang der Nettozuwanderung noch der leichte Anstieg der

Wohnbautätigkeit dürften kurzfristig für eine spürbare Entspannung am Immobilienmarkt in der Schweiz sorgen, erklärten die Bankexperten.

Die Angebotsmieten würden weiter steigen, ebenso die Preise für Wohneigentum – wenn auch mit gebremstem Wachstum. Zumindest die Zuwachsraten werden also kleiner.

14.07.2026/kut.

Grössere Distanz der Zürichsee-Orte zum Umland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert