Finma bemuttert Finanzplatz erneut

Logo der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma
Die Finma kümmert sich wieder um «Peanuts» am Finanzmarkt. (Bild: PD)

Die Finanzmarktaufsicht Finma greift wieder in das Geschehen am Schweizer Finanzplatz aktivistisch ein. Langfristig sind die Folgen aber fatal.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat wieder ein Ermittlungsverfahren gegen einen kleinen Fisch abgeschlossen.

Im Jahr 2024 hatte der Schweizer Regulator bei Swiss Fund Management AG in Liquidation (SFM) und bei der BZ Berater Zentrum (BZ) einige Missstände vermutet und war eingeschritten.

Interessenkonflikte verdunkelt

Die Finma sei nach Abschluss der Untersuchung Anfang Mai 2026 zum Schluss gelangt, dass die SFM und die BZ in schwerer Weise gegen die Pflicht verstossen haben, Interessenkonflikte und daraus resultierende Benachteiligungen für die Kunden zu vermeiden, teilte die Aufsichtsbehörde am heutigen Montag mit.

Anlegergelder von rund 200 Millionen Franken seien direkt oder indirekt über die Fonds in illiquide Anleihen mit zweifelhafter Werthaltigkeit investiert worden, hiess es weiter.

Aus Sicht der Finma seien Anleger über inhärente Interessenkonflikte nicht ausreichend informiert worden, erklärte der Regulator zudem mit.

Die Formulierung lässt erkennen, dass es die Beteiligten offenbar anders sehen.

Staat freut sich über Millionen

Die Finma habe verschiedene Massnahmen zum Schutz der Anleger sowie der Reputation des Finanzmarktes verfügt, klopften sich die Beamten selbst auf die Schultern.

Einer verantwortlichen Person habe die Aufsicht ein mehrjähriges Berufsverbot auferlegt, hiess es weiter.

Zudem zog die Behörde Gewinne in Millionenhöhe ein, worüber sich die Staatskasse freut.

Relatives Mini-Problem

Die Finanzmarktaufsicht der Schweiz schnappt sich damit aber wieder nur unbedeutende Fische und «ein schwarzes Schaf».

Die breite Öffentlichkeit dürfte von den Firmen und den zweifelhaften Angeboten ohnehin noch nie gehört haben. Auch sind 200 Millionen für den tausende Milliarden umfassenden Schweizer Kapitalmarkt praktisch nichts.

Erst Anfang Juni hatte die Finma über ein Enforcementverfahren gegen die relativ unbekannte Wendelspiess Partners AG (in Liquidation) informiert.

Dort war es ebenfalls um Anlageprodukte, mangelnde Risikoaufklärung und Interessenkonflikte gegangen.

Investoren werden faul

Doch wenn sich der Staat immer mehr um solche Sachen kümmert, werden die Anleger und Menschen genau solche Risiken nicht mehr eingehend analysieren.

Schliesslich sorgt ja der Regulator dafür, dass so etwas am Markt nicht passiert, lautet dann der Tenor.

Die Kunden werden da von einer staatlichen Stelle bemuttert und lehnen sich immer beruhigter zurück.

Rechtsweg steht offen

Langfristig wäre es aber für die Schweiz viel besser, die Investoren erleiden mit solchen Kapitalanlagen herbe Verluste, damit sie von selbst die Risiken genau analysieren und bei Zweifeln einfach kein Geld investieren.

Und im Falle eines Falles, wie etwa möglichen Betrugs, weil sich der Anlageberater etwa ein schönes Leben mit den Spargeldern macht, stünde für Geschädigte ohnehin das Schweizer Strafrecht offen.

Da braucht es also keinen wadenbeisserischen Wachhund in Form einer staatlichen Finanzmarktaufsicht, wie es die Finma in jüngster Zeit immer wieder jahrelang praktiziert.

29.06.2026/kut.

Finma bemuttert Finanzplatz erneut

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert