
Die Stimmung unter den Verbrauchern hellt sich nochmals auf. Doch seit dem Ausbruch des Iran-Krieges sind Schweizer bei einem Punkt skeptisch.
Obwohl sich derzeit eine Hiobsbotschaft an die andere reiht, lassen sich die Schweizer Konsumenten ihre Kauflaune nicht verderben.
Der Index der Konsumentenstimmung verbesserte sich im Mai gegenüber dem Vormonat um 2 Punkte auf -38 Zähler.
Wirtschaftsentwicklung positiv
Dies teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am heutigen Montag mit einer Woche an Verspätung mit.
Warum die Publikation verschoben worden war, erklärte die Behörde aber, selbst auf Anfrage, nicht.

Innerhalb eines Monats hellten sich die Ansichten der Privathaushalte in der Schweiz über die erwarteten Wirtschaftsentwicklungen deutlich auf.
Der Wert des entsprechenden Teilindizes stieg von -58 auf -45,9 Zähler, wie aus den Seco-Zahlen hervorgeht.
Iran-Angriff verarbeitet
Die Verbraucher stuften auch die «Erwartete Finanzlage» sowie den «Zeitpunkt für grössere Anschaffungen», wie Autos oder Möbel, leicht besser ein.
Allerdings war im Rückblick die Finanzlage nicht so rosig, wie die Schweizer noch im April geglaubt hatten.
Doch gegenüber dem März 2026, als der Schock über den US-israelischen Angriffskrieg auf Iran tief sass, ist die Gesamtsituation deutlich besser.
Getrübte Erwartungen
Gegenüber dem Mai 2025 ergibt sich noch ein etwas anderes Bild.
Der Index der Konsumentenstimmung, der bereits seit 1972 publiziert wird, hinkt diesbezüglich noch rund 2 Punkte hinterher.

Besonders die erwartete Entwicklung bei der Wirtschaft und der Finanzlage wird innerhalb von 12 Monaten noch negativer eingeschätzt als vor einem Jahr.
Florierende Volkswirtschaft
Das bedeutet, wenn die Zuversicht gegenüber der längeren Vergangenheit steigt, würde auch die Kauflaune der Verbraucher bei Migros, Coop, Manor, Globus, Aldi & Co. weiter zulegen.
Moment ist allerdings die Unsicherheit mit dem Iran-Krieg für eine flächendeckende Aufhellung wohl noch zu gross.
Derzeit jagt ja auch eine Hiobsbotschaft die andere, weshalb selbst die Schweizer mit ihrer florierenden Volkswirtschaft vorsichtiger werden.
Erst bei einer deutlichen Besserung in der Rückschau, hellt sich auch die Zukunft auf.
15.06.2026/ena.





