
Die Schweizer lassen sich ihre Kauflaune nicht verderben und schätzen die Wirtschaftsentwicklung positiver ein. Doch noch ein Indikator gibt Zuversicht.
Die Konsumstimmung hat sich vom Einbruch im März sichtbar erholt.
Gleich nach dem Ausbruch des US-israelischen Angriffskrieges auf die Islamische Republik Iran war die Kauflaune hierzulande in den Keller gerauscht.
März-Schock überwunden
Im April 2026 lag der Index der Konsumentenstimmung nun mit -40 allerdings wieder einige Punkte höher als im März 2026.
Das Barometer stieg auch etwas höher als im Vorjahres-April.
Dies ging aus den neuesten Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco vom Freitag hervor.

Im März 2026 waren die drei Teilindizes «Erwartete Wirtschaftsentwicklung», «Erwartete Finanzlage» und «Zeitpunkt für grössere Anschaffungen» deutlich eingebrochen, wie muula.ch berichtete.
Besonders die Einschätzungen zur Zukunft der Wirtschaft waren vor einem Monat mit den Kriegshandlungen in Nahost in den Keller gerauscht.
Finanzen besser als angenommen
Die «Erwartete Wirtschaftsentwicklung» erholte sich von -69 auf nunmehr -58 deutlich. Auch gegenüber dem Vorjahres-April legte dieser Teilindex des Seco fast um 10 Punkte wieder zu.
Die Schweizer schätzen zudem die «Vergangene Finanzlage» ebenfalls wieder besser ein, was ebenfalls für eine bessere Stimmung unter den Verbrauchern spricht.

Beim Kriterium um grössere Anschaffungen, also etwa Auto- oder Möbelkäufe, liessen Schweizer aber zunächst alles mehr oder weniger beim Alten.
Lange Schlagen an Supermarktkassen
Die Detailhandelsumsätze bei Migros, Coop, Manor, Globus, Aldi, Lidl, Denner & Co. lagen im März 2026 auch nur leicht im Minus, wie das Bundesamt für Statistik BFS vor wenigen Tagen bekanntgab.

Von einem Käuferstreik kann selbst nach dem Kriegsausbruch in Iran keine Rede sein.
Dies dürfte auch jedem bewusst werden, der samstags in die Supermärkte von Migros und Coop geht. Die Einkaufswagen sind dort voll und die Warteschlangen an den Kassen langen.
Privatkonsum als Stütze
Die Schweizer Volkswirtschaft ist also alles andere als in einer Krise, wie muula.ch bereits auf Basis der neuesten Arbeitslosenzahlen sowie der KOF-Geschäftsaussichten berichtete.
Wenn sich nun noch die Konsumentenstimmung in der Schweiz nicht die Laune verderben lässt und der Privatkonsum nicht einbricht, sieht der Fortgang für das laufende Jahr, trotz Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten, nicht so schlecht aus.
08.05.2026/kut.





