
Die Überwachung von Bürgern und Wirtschaft nimmt in der Schweiz stark zu. Besonders ein kleiner Kanton fällt dabei besonders negativ auf.
Der neueste Jahresbericht des Dienstes zur Überwachung vom Post- und Fernmeldeverkehr birgt viel Brisanz.
Doch um die Dimension zu verstehen, müssen sich Schweizer auch noch den Vorjahresbericht von 2024 danebenlegen.
Alles geht nach oben
Dann sehen sie, dass die Schweiz regelrecht zum Schnüffelstaat mutiert.
Die Behörden und die Telekomunternehmen um Swisscom, Sunrise, Salt & Co. weiten die Überwachungen und damit die Nutzung von Steuermitteln zur Kontrolle von Bürgern und Unternehmen markant aus.
Im Jahr 2025 haben die Schweizer Strafverfolgungsbehörden und der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) rund 40 Prozent mehr Überwachungsmassnahmen beim Dienst ÜPF angeordnet als im Vorjahr.
Verdopplung schon im Vorjahr
Der starke Anstieg an Überwachungsmassnahmen sei vor allem auf die Zunahme der Antennensuchläufe zurückzuführen, hiess es weiter.
Mittlerweile sind es laut der Behörde fast 700.000 solcher Abfragen. Dies sind fast 2000 jeden Tag.

Die Echtzeitüberwachungen legten um etwa 3 Prozent und die rückwirkenden Überwachungen um 6 Prozent zu.
Doch bereits 2024 hatte die Aufsichtsbehörde einen exorbitanten Zuwachs der Kontrollmassnahmen zu vermelden.
Im Jahr 2024 hatten die Strafverfolgungsbehörden NDB bereits mehr als doppelt so viele Überwachungsmassnahmen angeordnet wie 2023.
Explosion des Echtzeitschnüffelns
Der starke Anstieg an Überwachungsmassnahmen war vor allem schon damal auf die deutliche Zunahme der Antennensuchläufe zurückzuführen gewesen, denn erstmals hatte sich die Zahl der Antennensuchläufe verdoppelt.

Die Echtzeitüberwachungen waren um etwa 45 Prozent regelrecht explodiert und die Zahl der rückwirkenden Überwachungen lag einen Viertel über dem Niveau von 2023.
Genaue Verhaltensmuster erkennbar
Antennensuchläufe sind für die Behörden besonders interessant, weil sie sehen können, dass sich die Mobiltelefone etwa eines Journalisten und eines Konzernchefs just am gleichen Ort eingeloggt hatten.
Vielleicht war sogar noch ein gesuchter Straftäter zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Sendemast registiert.
Danach können die staatlichen Überwacher sogar sehen, in welche Himmelsrichtungen wer, wann und wie verschwand, denn das Anmelden bei anderen Antennen und die Geschwindigkeiten verraten auch dies klar.
Geldwäscherei und Steuerbetrug
Das Steuergeld geht dabei rund zur Hälfte zum Aufspüren von Vermögensdelikten drauf.
Es geht also im Prinzip um das Eintreiben von Steuergeld, und da weitet der Schweizer Staat die Überwachungen seiner Bürger sowie seiner Unternehmen immer weiter aus.

Zum Erfolg der Ausweitung der Massnahmen macht die Schweiz allerdings keine Angaben.
Wahrscheinlich wissen die Beamten, dass es in keinerlei Verhältnis steht. Andernfalls hätten sie es sicher angegeben.
Verzehnfachung binnen kurzer Zeit
Während im Jahr 2024 der bevölkerungsreichste Kanton der Schweiz, Zürich, auf der Spitzenposition in den Überwachungsmassnahmen gelandet war, ist diesmal das Baselbiet auf dem negativen ersten Platz.
Im Jahr 2024 gab es im Kanton Basel-Stadt rund 700 solcher Abfragen. Mittlerweile sind es über 7000 – ein gigantischer Anstieg innerhalb von nur 12 Monaten.
All die Berichte verschweigen die Mehrjahresentwicklung. Die gigantische Ausweitung des Schnüffelstaates Schweiz müssen sich die Schweizer schon selbst zusammensuchen.
01.07.2026/kut.



