
Der Autobauer Ferrari präsentiert mit seinem E-Auto Luce eine Revolution. Neben 1050 PS in einem Viersitzer kommt aber noch ein Punkt nicht zu kurz.
Fiat-Erbe und Ferrari-Präsident John Elkann hatte es vor einigen Jahren an der Universität Zürich angekündigt.
Eine Firma, wie Ferrari, deren Produkt ein fixes Ablaufdatum hat, müsse nicht nur den Antrieb ändern, oder hier und da ein paar Details anpassen, hatte Elkann bei einem Vortrag am Schweizerischen Institut für Auslandsstudien Siaf erklärt.
Spannungsbogen gehauen
Was er damals gemeint hat, wurde erst am Montag klar.
Fünf Jahre lang tüftelte Ferrari im Geheimen an einem neuen vollelektrischen Auto, dem Luce, den der italienische Autokonzern und Elkann stolz in Rom der Öffentlichkeit vorstellten.

Die Spannung wurde dabei über Jahre aufrechterhalten – immer wieder sickerten nur Details zum Projekt, zum Namen oder zum Innenraum hervor, wie bei dem Vortrag an der Universität Zürich.
Nervenkitzel im Fokus
Doch Ferrari präsentiert nicht nur ein neues Auto, sondern die Antwort auf die Frage, wie Sportwagen der Zukunft sind.
Käufer wollen das Getöse, aber nicht die Umwelt belasten, so die klare Ansage des Autoherstellers.
«Ferraris wurden nie darüber definiert, was sie antreibt, sondern immer darüber, welche Gefühle sie auslösen», betonte Elkann aus dem Agnelli-Clan zur Veröffentlichung des Luce.
Der Fokus liegt und lag also nicht auf Benzin, Diesel oder Strom, sondern auf dem Nervenkitzel, dem Sound und dem Fahrgefühl.
Mit 2 Metern erstaunlich breit
Ferrari machte daraus einen luxuriösen Luce.
Es ist ein E-Sportwagen mit Allradantrieb, 1050 PS, mit OLED-Displays ausgestattetem Innenraum, 530 Kilometern an Fahrleistung mit einer Batterieladung sowie Rekuperation, minimalistischem Design, auf Haptik ausgerichtet, rund 600 Litern an Kofferraumvolumen, über 5 Meter lang und mit 2 Metern ungewöhnlich breit.

Das Fahrzeug produziert einen künstlichen Sound und wurde als geräumiger Viersitzer ausgerichtet, bei dem aber durchaus 5 Personen mitfahren können.
Das ist wohl die eigentliche Revolution. Der Grundpreis liegt bei rund 500.000 stolzen Franken.
Überraschung gelungen
Doch einen Punkt hat Elkann dabei nicht vergessen.
Es ist der Spass, das Gefühl des Überraschtseins, wenn Menschen das neue Fahrzeug benutzen und sich Passanten danach auf der Strasse umdrehen.
Genauso muss wohl ein Sportwagen sein.
Produkte, die ein Ablaufdatum wie Benziner haben, müssen sich eben komplett revolutionieren, ohne den Hauptnutzen aus dem Blick zu verlieren.
26.05.2026/kut.





