Alterswerk AHV bunkert nun über 60 Milliarden

Eine ältere Dame in einem Supermarkt
Jede Grossmutter kann besser mit Geld umgehen als die AHV. (Bild: G. Altmann / pixabay)

Die Schweiz hat im Vorsorgewerk AHV extrem viel Geld gesammelt. Das Land versteckt aber den dilettantischen Umgang mit den Milliarden.

Die Schweizer haben in der ersten Säule der Altersvorsorge mittlerweile 60,4 Milliarden Franken an Kapital angesammelt.

Diese Rücklagen erhöhten sich 2025 zum Vorjahr um 8,9 Prozent.

Grossteil zahlen die Bürger

Dieser Entwicklung liegt eine einfache Rechnung zugrunde. Im Jahr 2025 waren Beiträge von 39,3 Milliarden Franken gezahlt worden, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV am heutigen Dienstag bekanntgab.

Von diesen rund 40 Milliarden Franken kamen 20,7 Milliarden Franken von den Versicherten. Den Rest von rund 18,6 Milliarden Franken steuerten die Arbeitgeber bei.

Unterm Strich verblieben Milliarden

Der Bund als zweitwichtigste Finanzierungsquelle habe im vergangenen Jahr 10,8 Milliarden Franken gezahlt, hiess es weiter.

Über das Mehrwertsteuerprozent zugunsten der AHV seien obendrein Einnahmen von 4,7 Milliarden Franken erzielt worden, erklärten die Bundesbeamten zu dem Sozialwerk.

Aus diesen Geldern mussten Leistungen von 53,1 Milliarden Franken gezahlt werden. Unter dem Strich blieben 1,8 Milliarden Franken von den Einnahmen 2025 übrig.

Entwicklung der AHV über die Jahre
Die AHV hortet immer mehr Geld an. (Screenshot: muula.ch)

Rechnet man noch die Kapitalerträge von rund 2,4 (Vj: 2,6) Milliarden Franken hinzu, war das vergangene Jahr ein ziemlicher Erfolg, weil die AHV ein Plus von über 4 Milliarden Franken erwirtschaftete.

Im Vorjahr lag dieses sogenannte Betriebsergebnis aber sogar noch bei 5,6 Milliarden Franken.

ESG-Anlage kostet Performance

Wer aber einmal 5 Prozent an Kapitalerträgen auf die rund 60 Milliarden Franken unterstellt, sieht ziemlich schnell, dass da über 3 Milliarden Franken an Anlageresultat herauskommen müsste.

Compenswiss legt die AHV-Gelder an
Liquidität kostet Compenswiss viel Rendite. (Screenshot: muula.ch)

Die ganze Kapitalanlage der Vorsorgewerke stellt ein Ärgernis dar, weil viel Rendite am Volk einfach vorbeizieht. Dabei sind Milliardenverluste in Phasen von Börsencrashs nicht einmal gemeint.

Das Geld der AHV wird nämlich oft ökologisch und ethisch «sauber» angelegt, ohne dass diese ESG-Anlage die Bürger oder etwa der Bundesrat jemals beschlossen hätten.

Logisch, sind die Erträge dann niedriger.

AHV-Pensionen bis zum Vatikan

Hinzu kommt, dass alle Informationen über das ganze Land verteilt sind, sodass die Missstände nicht so stark auffallen.

Für die Kapitalanlage ist Compenswiss in Genf verantwortlich, die ZAS zahlt dann die Pensionen bis in den Vatikan, wie muula.ch herausfand.

Bei Compenswiss liegen aber nur rund 50 Milliarden Franken zusammen mit IV- und Erwerbsausfall-Geldern. Der Rest der AHV-Vorsorgegelder steht in den Sternen.

Magere Renditen über Jahre

Die Kapitalanleger schauen auch auf hohe Liquidität, damit die Pensionen stets gezahlt werden können.

Das ist zwar löblich, aber eigentlich ein unnötiger Puffer, denn das positive Jahresergebnis in Milliardenhöhe verdeutlicht, dass die laufenden Einnahmen mittlerweile deutlich höher als die Ausgaben sind.

Hinzu kommt ein unendlicher Anlagehorizont, der riskanteres Anlegen zulässt.

Compenswiss Anlageresultate 2025
Compenswiss verliert viel Geld. (Screenshot: muula.ch)

In den vergangenen 10 Jahren kam Compenswiss auch bloss auf eine Rendite von 3,12 Prozent pro Jahr. Die Märkte erwirtschafteten teils problemlos 60 bis 70 Prozent in einem Jahr.

Mässiger Erfolg mit viel Geld

Die AHV verlor jedoch sogar mit Anlagen viel Geld, weil Milliarden in Schweizer Anleihen investiert sind. Aktien Global brachten 2025 fast 20 Prozent – doch die AHV investiert da kaum.

Das Sozialwerk AHV hat steigende Verwaltungskosten. Sie liegen pro Jahr schon bei fast 200 Millionen Franken.

Hinzu kommen noch die Millionen für die Verwaltung der Kapitalanlagen.

Ein kritischer Blick des Volkes zeigt, dass dort Milliarden gebunkert sind, und das Geld auch nur mit mässigem Erfolg angelegt wird.

26.05.2026/kut.

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