Älteste Bank der Welt will weiterleben

Palazzo der Banca Monte dei Paschi de Siena
Die älteste Bank der Welt residiert in einem italienischen Palast. (Bild: Sean X Liu / wikipedia)

Die kriselnde Banca Monte dei Paschi di Siena gilt als die älteste, noch existierende Bank der Welt. Der Überlebenswille des Geldhauses ist gross, wie Entwicklungen zeigen.

Die kriselnde italienische Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS), die als ältestes noch existierendes Geldhaus der Welt gilt, sendet derzeit positive Signale.

So sei die Umsetzung der Massnahmen zur Sicherung der Geschäftstätigkeit, wie eine Kapitalerhöhung von 2,5 Milliarden Euro, erfolgreich verlaufen. Die erheblichen Zweifel an der Fortführung der Bankgeschäfte seien ausgeräumt, teilte das Geldinstitut überraschend zum Jahresauftakt mit.

Investoren jubeln

All dies stelle eine positive Wende in der Geschäftstätigkeit dar, hiess es weiter. Die Börsenreaktionen liessen dann zum Jahresanfang auch nicht lange auf sich warten.

Nach der Bekanntgabe der guten Nachrichten zur Überlebensfähigkeit des Geldhauses erhöhte sich umgehend der Aktienkurs um fast zehn Prozent auf 2,12 Euro.

Die italienische Regierung arbeitet ausserdem daran, dass der Staat seine seit 2017 eingeleiteten Stützungsmassnahmen bei dem in Schieflage geratenem Kreditinstitut zurückfährt. Auch dies dürfte zum Börsenauftrieb beigetragen haben.

Angaben im Report

Die Traditionsbank, deren Hauptsitz in einem Palast im Zentrum von Siena in der Toskana ist, konnte mit Staatshilfe zwar vor der Insolvenz gerettet werden. Jedoch mehrten sich immer wieder Zweifel an der Überlebensfähigkeit von MPS, weil das Kreditbuch stets neue Probleme hervorgebracht hatte.

All dies dürfte der Schweiz bekannt vorkommen, denn auch die Grossbank UBS musste einst vom Staat gerettet werden und glänzt heute aber wieder.

Zuletzt wurden im Zwischenbericht der italienischen Krisenbank zum 30. September 2022 sogar explizit erhebliche Zweifel an der Fortführung der Geschäftstätigkeit geäussert.

Europa kann aufatmen

Diese sind nun aber offenbar aus dem Weg geräumt, obwohl das Geldhaus, das 1472 gegründet wurde, weiterhin in der Verlustzone steckt.

Doch das Grundproblem, das sogar die Bankenaufseher der EU auf den Plan gerufen hatte, dürfte mit der Krisenbank gelöst sein.

03.01.2023/kut.

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