
Die Wettbewerbshüter finden immer mehr Machenschaften in der Schweizer Baubranche. Diesmal vergrössert sich ein Baukartell in der Region Moesa.
Die Wettbewerbskommission Weko hat wieder im Baugewerbe zugeschlagen.
Nachdem sie im Jahr 2020 eine Untersuchung zu allfälligen Submissionsabreden im Baubereich in der Region Moesa eröffnet hatte, werden die Missstände immer grösser.
Stellungnahmen erhalten
Nach einer ersten Ausdehnung im Jahr 2021 erfolge nun eine weitere Ausweitung des Verfahrens auf insgesamt neun Unternehmen, teilte die Weko am heutigen Donnerstag mit.
Nach umfangreichen Ermittlungen informierten die Schweizer Wettbewerbshüter die Unternehmen im Frühling 2025 über das Untersuchungsergebnis, zu dem sie anschliessend Stellung nahmen.
Neue Abreden und weitere Übeltäter
Doch dann habe eine Firma neue Informationen eingereicht, woraufhin sich das Verfahren wieder ausgeweitet habe, hiess es im Communiqué.
Mit den neuen Informationen hätten sich Anhaltspunkte für weitere Abreden mit zusätzlichen Unternehmen ergeben, erklärte die Weko.
Es sei mit einer Verfahrensverlängerung von einem Jahr zu rechnen, wobei die Unschuldsvermutung für alle Beteiligten gelte.
Doch wer die Weko kennt, weiss, dass sie praktisch nur bei starken Verdachtsmomenten tatsächlich einschreiten.
Kunden zahlen mehr
Die Wettbewerbshüter finden derzeit immer mehr Absprachen um Preise, Aufträge und Märkte im Baugewerbe, wie muula.ch regelmässig berichtete.
Es ist wie ein Stich in ein Wespennest, und je tiefer die Behörden graben, desto mehr kommt auch ans Tageslicht.
Solche Wettbewerbseinschränkungen sind schlecht für die Preise und hemmen Innovationen.
25.06.2026/kut.





