
Die Mediennutzung verändert sich in der Schweiz stark, und es braucht weniger Journalisten. Auf neue Bücher wollen Schweizer aber nicht verzichten.
Die Schweizer informieren sich heutzutage anders.
Statt lange am Radio zu hängen, sind es heutzutage Podcasts, Streaming, TikTok oder Portale.
Einbruch von fast 40 Prozent
Die Nutzung alter Medien, wie Radios, betrifft aber nicht nur jüngere Menschen, wie oftmals kolportiert wird.
Auch Ältere hören immer weniger Radio, wie die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik BFS am heutigen Freitag verdeutlichen.

Während in der französischsprachigen Schweiz über 60-Jährige im Jahr 2009 noch täglich rund 183 Minuten ihre Lieblingssendungen im Radio verfolgten, waren es 2025 nur noch 118 Minuten.
Das ist ein Einbruch von fast 40 Prozent, selbst unter Berücksichtigung des aufkommenden Webradios.
Deutschschweiz noch traditioneller
Bei den Jugendlichen sank die Nutzung von 70 bis 80 Minuten pro Tag auf mittlerweile bloss noch 17 Minuten im Schnitt.
Das ist ein Einbruch von fast 80 Prozent.
In der Deutschschweiz ist die Situation ähnlich, teils sind aber die Rückgänge nicht so dramatisch.
Änderung nach Corona-Pandemie
Beim Fernsehen schauen die Jungen von früher 133 Minuten pro Tag mittlerweile gerade noch eine Viertelstunde.
Vielleicht interessiert die Jugendlichen nur die Tagesschau und danach wenden sie sich YouTube, Instagram & Co. zu.
Das ältere Semester bleibt diesem Medium teils noch erhalten, obwohl auch hierbei nach der Coronavirus-Pandemie weniger Fernsehen konsumiert wurde.

Logisch schreien die Anbieter mittlerweile nach mehr Staat.
Ein Produkt, das kaum noch nachgefragt wird, wollen Firmen nicht selten der Allgemeinheit aufs Auge drücken.
Gerade bei Radio und Fernsehen spielen die Fixkosten eine grosse Rolle, weil jede Mehrnutzung praktisch kaum variable Kosten verursacht.
KI-Systeme helfen bei Arbeit
Die Zahl der Schweizer Journalisten ist auch rückläufig, wie das BFS die Zahlen gleich noch mitliefert.
Das Minus unter den Medienschaffenden beträgt binnen weniger Jahre rund 15 Prozent.
Während zuletzt mehr Frauen in den Beruf strömten, nahmen Männer da in der Medienbranche eher Reissaus.

Mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz KI wird sich die Talfahrt beim Personal aber noch verschärfen, weil eine Person viel effizienter arbeiten kann.
Doch ohne Fachredaktoren wird es auch hierbei nicht gehen. Beiträge, wie sie muula.ch bringt, finden KI-Systeme jedoch kaum.
Gefragte Bücher
Dennoch geht nicht alles Althergebrachte zurück.
Die Wellen der Bücher, welche in der Schweiz seit 1915 herausgegeben wurden, sind beeindruckend und steigen sogar noch weiter.

Allerdings gilt dies nicht mehr für alle Sprachregionen, denn weder deutsche, französisch- oder italienischsprachige Bücher legten 2025 noch zu.
Andere Sprachen waren dagegen bei der Herausgabe von Büchern in der Schweiz beliebter.
26.06.2026/ena.



