Wieder mehr offene Stellen

Eine Figur mit einer Lupe auf Jobsuche
In der Schweiz gibt es viele Jobs. (Bild: G. Altmann / pixabay)

Die Schweizer Wirtschaft gewinnt an Fahrt und damit auch die Beschäftigung. Doch für eine Personengruppe sind die Aussichten schwierig.

Die Schweizer Volkswirtschaft kann sich derzeit gut sehen lassen.

Die Unternehmen wiesen im 2. Quartal rund 5,7 Millionen Beschäftigte aus, was einer Zunahme von 111.800 Stellen beziehungsweise +2,0 Prozent innert Jahresfrist entsprach.

Fast 100.000 neue Arbeitsplätze

Auf Vollzeitstellen gerechnet habe das Beschäftigungsvolumen 4,435 Millionen Stellen erreicht, teilte das Bundesamt für Statistik BFS am heutigen Donnerstag mit.

Dies seien 82.700 Vollzeitäquivalente mehr als vor einem Jahr beziehungsweise ein Plus von 1,9 Prozent.

Die Beschäftigung im zweiten Sektor, also in der Industrie und im Baugewerbe, habe im 2. Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13.100 Stellen beziehungsweise um +1,2 Prozent auf 1,148 Millionen Beschäftigte zugenommen, hiess es weiter.

Der dritte Sektor, die Dienstleistungen, wies 98.700 Stellen beziehungsweise ein Plus von 2,2 Prozent mehr aus und erreichte ein Volumen von 4,550 Millionen Beschäftigten.

Boom im 2. Sektor

Mit dem Wirtschaftsaufschwung gab es auch mehr Jobangebote, allerdings nicht überall.

Die Unternehmen meldeten im 2. Quartal rund 98.700 offene Stellen. Im Vergleich zu vor einem Jahr sei dies ein Plus von 2600 Stellen beziehungsweise +2,7 Prozent, erklärten die Statistiker.

Beschäftigung nach Sektoren laut BFS

Im zweiten Sektor wurden rund 21,8 Prozent mehr offene Stellen gezählt. Dagegen waren es im dritten Sektor, also im Service-Bereich, rund 2,4 Prozent weniger.

Gemessen an allen Stellen entsprach die Quote im Total 1,7 Prozent und im zweiten Sektor 2,1 Prozent sowie im dritten Sektor 1,6 Prozent.

Schwierige Rekrutierung

Gutes Personal zu finden, bleibt dabei schwierig.

Gewichtet nach der Anzahl der Beschäftigten meldeten 33,9 Prozent der Firmen immer noch Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von qualifizierten Arbeitskräften.

Quote offener Stellen je Sektor laut BFS

Dies sei eine Zunahme von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal, hiess es vom BFS weiter.

Sowohl für den zweiten als auch für den dritten Sektor habe sich dabei die Lage verschärft (+0,7 beziehungsweise +0,4 Prozentpunkte).

Bessere Aussichten

Der Anteil der Unternehmen, die kurzfristig eine Erhöhung der Belegschaft planen, lag bei 11,3 Prozent nach 11,0 Prozent im Vorquartal der Gesamtbeschäftigung.

Jener Anteil der Firmen, die einen Abbau beabsichtigen, sank auf 3,9 Prozent nach 4,8 Prozent im Vorquartal.

Der Indikator der Beschäftigungsaussichten stieg damit.

Hohe Ansprüche

Problematisch ist die Lage dagegen bei Hochschulabsolventen, deren Erwerbslosigkeit laut dem BFS zwischen 2023 und 2025 deutlich stieg.

Dies dürfte einerseits daran liegen, dass Hochschulabsolventen wenig Berufserfahrung mitbringen, aber die Ansprüche von Abgängern aus St. Gallen & Co. andererseits extrem hoch sind.

Doch Hollywoodgagen zahlen die Firmen für unerfahrene Studienabgänger, selbst wenn sie Schweizer sind, nicht mehr.

27.08.2026/kut.

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