Kunstikone Yayoi Kusama verstorben

Yayoi Kusama
Yayoi Kusama in der Fondation Beyeler (Bild: PD)

Die japanische Kultkünstlerin Yayoi Kusama ist tot. Sie verstarb im Alter von 97 Jahren und hinterlässt vielen Menschen eine wichtige Botschaft.

Die weltberühmte Künstlerin Yayoi Kusama ist verstorben. Dies gaben ihr Museum sowie ihre Stiftung am heutigen Donnerstag bekannt.

Malen bis zum Schluss

Die japanische Künstlerin sei bereits am 14. August in einem Spital in Tokio gestorben, hiess es weiter.

Bis zu ihren letzten Tagen habe sie noch gemalt und die Pinsel quasi nie beiseitegelegt. Sie habe zudem bis zum Schluss daran geglaubt, dass Liebe die Welt retten könne, so die Kusama-Verantwortlichen.

Ewig lange Besucherschlangen

Viele Werke der japanischen Weltikone waren noch vor wenigen Wochen in der Schweiz gezeigt worden, wie muula.ch über die Ausstellung in der Fondation Beyeler und den Besucheransturm mehrfach berichtete.

Auch an der Art Basel in Basel gibt es regelmässig ihre typischen Kürbisse zu kaufen.

Zwar war die Künstlerin aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr eigens nach Basel angereist, aber ihre Botschaften fanden dennoch reissenden Absatz und die Besucherschlangen waren ewig lang.

Skulpturen von Kusama in der Fondation Beyeler
Skulpturen von Kusama (Bild: muula.ch)

Die 1929 im japanischen Matsumoto geborene Frau hatte eine strenge Erziehung durch ihre Mutter, welche sie nach dem Gusto der Frauenrolle in Japan formen wollte.

Doch dieser Druck führte zu einer ungeahnten Kreativität, die auch ihre psychiatrischen Probleme mit Halluzinationen in Form von Kunstwerken verarbeitete.

Museen stehen Schlagen

Sie versuchte dabei auch ihr Glück zunächst in Amerika.

Doch der Durchbruch kam an der Biennale in Venedig, als Kusamas Kunstwerk mit vielen Kugeln nicht zugelassen worden war, doch die Frau ihr Werk in Einzelteilen verkaufen wollte, bis die Polizei kam.

Ausstellung von Yayoi Kusama in der Fondation Beyeler in Basel
Die Künstlerin Yayoi Kusama in der Fondation Beyeler. (Bild: muula.ch)

Später erzielten ihre Kunstwerke auf Auktionen viele Millionen und die besten Museen der Welt, wie das Museum of Modern Art in New York, rissen sich um ihre Arbeiten.

Die Fondation Beyeler hatte mehrere Jahrzehnte um eine Ausstellung angefragt.

Nie aufgeben

Kusama gab ihr ganzes Leben nie auf, versuchte sich trotz vieler Misserfolge an Kleidung, Skulpturen, Möbeln, Poesie, Malerei & Co.

Dies ist quasi auch die Botschaft, die vielen Menschen auf der Welt imponierte.

Trotz schlechter Chancen als Frau in der japanischen Gesellschaft nie aufzugeben und an sich zu glauben.

Dabei kann Grosses entstehen, wie die «Polka Dots» verdeutlichen, welche zum Markenzeichen der japanischen Künstlerin geworden waren.

27.08.2026/kut.

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