
In der Schweiz häufen sich Beziehungen, in denen Frauen besser gebildet sind als Männer. Es gibt aber regionale Unterschiede und Geschlechterberufe.
Die Unterschiede in der Bildung bei Schweizer Paaren haben sich deutlich verändert.
Der Anteil an Paaren, in denen die Frau und der Mann ihre höchste Ausbildung auf gleicher Stufe abgeschlossen haben, sei im Zeitraum von 2020 bis 2024 auf 60 Prozent gestiegen.
Unterschiede nivelliert
In den Jahren 2010 bis 2014 sei diese Kennzahl erst bei 55 Prozent gewesen, teilte das Bundesamt für Statistik BFS am Donnerstag zu den Indikatoren der Gleichstellung von Schweizer Männern und Frauen mit.

Zudem habe es gegenüber früher auch mehr Paare gegeben, in denen die Frau einen höheren Bildungsstand hat als der Mann, fanden die Statistiker heraus.
Dieser Anteil beträgt nunmehr 13 Prozent im Vergleich mit 10 Prozent im Zeitraum 2010 bis 2014.
Die Frauen geniessen also in zahlreichen Schweizer Beziehungen dennoch die höhere Bildung.
Deutschschweiz sticht hervor
In der Schweiz gibt es dabei aber sichtbare regionale Unterschiede.
In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz sei diese «Frauen-Quote» mit je 15 Prozent höher als in der Deutschschweiz und rätoromanischen Schweiz, wo sie «nur» jeweils 12 Prozent betrage.
Demgegenüber hat es in der Deutsch- und in der rätoromanischen Sprachregion mehr Paare, in denen der Mann mit je 27 Prozent höher gebildet ist.
In der italienischsprachigen und französischsprachigen Schweiz haben laut dem BFS die Männer bildungsmässig mehr auf dem Kasten als die Frauen.
Die Werte betragen 25 beziehungsweise 23 Prozent.
Frauenanteile steigen markant
Frauen arbeiten sich aber nicht nur in der Bildung weiter nach oben, wie die Statistiker weiter zeigen.
In einigen Berufsgruppen legen die Frauenanteile im Laufe der Zeit markant zu.

Während etwa im Ständerat der Wert früher unter 10 Prozent lag, kommen Frauen mittlerweile auf einen Anteil von fast 40 Prozent.
Neben der Politik holten Frauen auch in Unternehmensleitungen weiter auf. Von 1996 bis 2025 erhöhte sich der Anteil weiblicher Vorgesetzter von knapp unter 30 auf 37,7 Prozent.
Dominanz am Bau
Es schleckt allerdings keine Geiss weg, dass es trotz aller Gleichstellung in der Schweiz immer noch typische Männer- und Frauenberufe gibt.

In den einzelnen Wirtschaftszweigen, wie der Architektur, am Bau sowie im Ingenieurwesen, dominiert hierzulande weiterhin klar das männliche Geschlecht.
Dagegen beherrschen die Frauen das Gesundheits- und Sozialwesen zu über 80 Prozent.
25.09.2026/kut.



