Volle Kassen im Schweizer Detailhandel

Ein Gemüseregal in einem Supermarkt
Die Supermärkte verzeichnen gute Geschäfte. (Bild: nrd / unsplash)

Die Geschäfte von Migros, Coop, Aldi, Lidl & Co. laufen gut. Selbst von US-Präsident Donald Trump kommt dabei Rückenwind.

Alle Welt redet von Krise. Doch davon ist in der Schweiz weit und breit nichts zu sehen. 

Wer am Samstag in seinen Coop oder Migros geht, muss lange an den Kassen warten, weil die Einkaufswagen voll sind und die Kassiervorgänge nicht schnell genug erfolgen können.

Überall Zuwächse

Der Schweizer Detailhandel um Migros, Coop, Denner, Aldi, Lidl, Manor, Globus & Co. verzeichnete einen guten April.

Die Umsätze stiegen kalenderbereinigt um 0,6 Prozent, wie aus den neuesten Daten des Bundesamtes für Statistik BFS am heutigen Montag hervorgeht.

Selbst der Detailhandel ohne die Tankstellen habe um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugelegt, erklärten die Statistiker.

Umsatzentwicklung im Schweizer Detailhandel

Im März waren die Erlöse des Gesamtdetailhandels bereits um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmärz gestiegen.

Auch ohne Tankstellenshops hatten die Umsätze um 0,3 Prozent zugelegt.

Treibstoffe florieren

Im April gab es noch einen deutlichen Effekt zu verzeichnen, welcher mit dem US-israelischen Angriffskrieg auf die Islamische Republik Iran zusammenhängt.

Der Umsatz im Detailhandel mit Tankstellen erhöhte sich um 6,0 Prozent, wie aus den BFS-Zahlen auf Basis von rund 3000 Unternehmen weiter hervorgeht.

Umsätze mit Treibstoffen erhöhten sich im April gegenüber dem Vorjahreswert um 9,1 Prozent. Bereits im März hatte das Plus 5,7 Prozent betragen.

Der Schweizer Detailhandel muss also US-Präsident Donald Trump «danke» sagen, denn selbst Einkaufstouristen kommen wegen günstigeren Treibstoffen nun in die Schweiz und sogen für einen Aufschwung.

Auch Lebensmittel im Plus

Doch selbst beim Blick auf andere Warengruppen wird deutlich, dass es keine Shopping-Krise gibt oder die Verkäufe einbrechen.

Die Umsätze in Schweizer Ladengeschäften mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak stiegen im April immerhin um 1,1 Prozent.

Solange sich also die Schlangen an Samstagen bei den teureren Geschäften um Migros und Coop an den Kassen bilden und sich die Kunden nicht bei Discountern um Denner, Lidl oder Aldi die Beine in den Bauch stehen, gibt es auch keinen Anlass zur Sorge.

01.06.2026/kut.

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