Teuerung schnellt in die Höhe

Ein Supermarkt mit Warenkorb und Tomaten im Vordergrund
Die Waren in Schweizer Supermärkten verteuern sich. (Bild: Alexa / pixabay)

Die Jahresinflation hat sich binnen eines Monats in der Schweiz verdoppelt. Doch der tatsächliche Preisschub dürfte hierzulande noch viel höher sein.

Der Landesindex für Konsumentenpreise (LIK) ist im August gegenüber dem Vorjahreswert um 0,8 Prozent gestiegen.

Dies gab das Bundesamt für Statistik BFS am Donnerstag bekannt und errechnete damit eine Verdopplung der Teuerung gegenüber dem Juli.

Importwaren deutlich teurer

Seit Jahren wurden nicht so hohe Preisschübe in der Schweiz beobachtet.

Inlandgüter verteuerten sich binnen Jahresfrist um 0,6 Prozent. Bei den Importgütern legten die Preise sogar um 1,5 Prozent zu, wie es vom BFS weiter hiess.

LIK im August laut BFS

Die Preise bei Wohnen und Energie legten um 2,0 Prozent gegenüber dem August 2025 zu. Dies hat einen grossen Einfluss, weil die Güter zu rund 25 Prozent im Warenkorb des LIK berücksichtigt werden.

Mit 25,2 Prozent legten die Preise bei Erdölprodukten aber am meisten zu. Da diese aber nur zu 2 Prozent im Warenkorb einfliessen, ziehen diese Waren die Teuerung nicht so stark nach oben.

Heizöl, Diesel und Beeren

Viele weitere kleine Positionen erhöhten sich aber binnen 12 Monaten exorbitant.

So stiegen die Preise für Heizöl um 53,1 Prozent. Diesel wurde um 23,3 Prozent teurer. Doch auch für Beeren mussten Schweizer Konsumenten rund 18,5 Prozent tiefer in ihre Taschen greifen.

Günstigere Auslandsreisen

Gegenüber dem Juli zogen die Preise um 0,4 Prozent an. Auch hierbei wirkten sich laut dem BFS die Wohnungsmieten stark aus.

Ebenfalls gestiegen seien die Preise für Benzin, Diesel, Heizöl und stationäre Spitalleistungen, hiess es weiter.

Die Preise für Pauschalreisen ins Ausland sowie für Automiete und Carsharing seien hingegen gesunken, so das BFS weiter.

Fehlende Kostenwahrheit

Wie die Schweizerische Nationalbank SNB unlängst zugab, wirken die weltweiten Energiepreisanstiege in der Schweiz nicht so stark wie vielerorts.

Dies liegt daran, dass die Statistiker einfach im Warenkorb einen geringeren Anteil für Energie berücksichtigen.

Doch letztlich müssen Schweizer Verbraucher die Preiserhöhungen dennoch tragen, wenn sie entsprechende Produkte mit Energie nachfragen.

Die Unternehmen reichen ihre Kostensteigerungen mit Sicherheit an die Kundschaft weiter.

03.09.2026/kut.

Teuerung schnellt in die Höhe

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert