
Die jüngste Fussball-Weltmeisterschaft löste Begeisterung bei den Fans und steigende Marktwerte bei den Spielern aus. Doch auch ein neuer Markt entsteht.
Die Fussball-Weltmeisterschaft des Weltfussballverbandes Fifa hat den Hauptakteuren neue Möglichkeiten eröffnet.
So seien 267 Spieler aus 47 Ländern, die bei der Fussball-WM dabei waren, im Sommertransferfenster für mehr als 3,3 Milliarden Dollar transferiert worden, teilte die Fifa in einer Analyse am Donnerstag in Zürich mit.
Von Rekord zu Rekord
Von etablierten Stars, die ihre Stellung auf höchstem Niveau untermauerten, bis zu aufstrebenden Talenten, die sich auf der Weltbühne einen Namen machten, hätten einige WM-Teilnehmer im Sommer zu neuen Klubs gewechselt, hiess es zur Situation.
Bei den Männern fanden 12.500 internationale Transfers statt, eine neue Bestmarke, so die Fifa weiter.
Im Profifussball der Frauen stieg die Zahl der Transfers um 19,2 Prozent auf 1406 internationale Transfers auf einen neuen Rekord.
Frankreich verkauft am meisten
Die Transferentschädigungen der Männer beliefen sich auf über 9,89 Milliarden Dollar, was einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach.
Englische Klubs haben mit 3,02 Milliarden Dollar am meisten für Transferentschädigungen ausgegeben. Dahinter folgen Klubs aus Italien, die 1,1 Milliarden Dollar tief in die Vereinskassen griffen.
Spanien kam auf 940 Millionen Dollar, Deutschland auf 904 Millionen Dollar und Frankreich auf 641 Millionen Dollar.

Mit 1,7 Milliarden Dollar nahmen französische Klubs laut der Fifa am meisten ein.
Dahinter folgen Klubs aus England, bei denen 1,43 Milliarden Dollar in den Vereinskassen klingelten.
Deutschland kam auf 1,02 Milliarden Dollar, Spanien auf 773 Millionen Dollar und Portugal immerhin noch auf 642 Millionen Dollar.
Schweizer Mini-Geschäfte
Die Schweiz fällt bei solchen Zahlen kaum auf.
Sie kam laut den Fifa-Zahlen in diesem Jahr mit etwas mehr als 100 Transfers im Männerfussball bloss auf rund 139 Millionen Dollar an erhaltenen Entschädigungen und gerade einmal auf 63,4 Millionen Dollar an Ausgaben.
Verdopplung zum Vorjahr
Der internationale Transfermarkt bei den Frauen erreichte im Sommer dagegen mit 28,6 Millionen Dollar an Transferentschädigungen einen neuen Höchststand und verdoppelte sich verglichen mit der Vorjahresperiode.
Mit 8,0 Millionen Dollar hätten englische Klubs am meisten ausgegeben, frohlockte die Fifa.
Bei den Einnahmen aus Transferentschädigungen lagen derweil schwedische Fussballklubs mit 4,2 Millionen Dollar an der Spitze.
Es zeigt sich also, dass da ein komplett neuer Markt entsteht und rasant wächst. Angeheizt auch von der jüngsten Fussball-WM der Männer in den USA, Kanada und Mexiko.
04.09.2026/kut.



