
Das Angebot an Arbeitskräften nimmt in der Schweiz beständig zu. Die Zahl der Personen ohne Job ist aber in einer Ausländergruppe besonders hoch.
Die Zahl der Erwerbstätigen ist im 2. Quartal gegenüber dem Vorjahreswert um 0,8 Prozent auf 5,4 Millionen Personen gestiegen.
Mehr Frauen in Arbeit
Umgerechnet auf Vollzeitstellen sei dies ein Zuwachs von 0,6 Prozent auf 4,5 Millionen gewesen, teilte das Bundesamt für Statistik BFS am Dienstag zu den Entwicklungen des Arbeitsangebots in der Schweiz mit.

Die Zahl der Männer am Arbeitsmarkt erhöhte sich dabei um 0,2 Prozent auf 2,7 Millionen Vollzeitäquivalente (VZÄ).
Die Zahl der Frauen am Arbeitsmarkt stieg um 1,1 Prozent auf 1,8 Millionen VZÄ, wie aus den Angaben des BFS weiter hervorgeht.
Besserung gegenüber Vorquartal
Die Zahl der Erwerbslosen stieg um 6,4 Prozent auf rund 252.000 Personen, was eine Erwerbslosenquote um rund 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert auf 4,9 Prozent ergibt.
Gegenüber dem 1. Quartal 2026 sei allerdings eine Besserung festzustellen, erklärten die Statistiker weiter.
Die Erwerbslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte.
Schweiz und Italien gleichauf
Bei den Erwerbslosen werden anders als bei den Arbeitslosen viele Personen ohne Job mitgezählt.
Zahlreiche Länder, darunter auch die Schweiz, versuchen, ihre Statistiken zu schönen, indem sie Personen in Umschulungen oder Weiterbildungen einfach nicht als Arbeitslose zählen. Dem versucht die Kennzahl «Erwerbslose» besser Rechnung zu tragen.
Und obwohl der Schweizer Wert mit 4,9 Prozent ein Prozentpunkt höher als in Deutschland und gleichauf wie in Italien liegt, landet die Schweiz im aktuellen Ranking deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 5,9 Prozent.
EU-Ausländer versus Drittstaatlern
Allerdings schleckt auch keine Geis weg, dass die Erwerbslosenquote in Polen lediglich bei rund 2,5 Prozent liegt und damit nur halb so hoch, wie hierzulande ist.

Doch an der Statistik zur Arbeitskräfteerhebung im Inland fällt allerdings noch auf, dass die Werte der Erwerbslosigkeit unter Schweizern auf lediglich 3,4 Prozent kommt.
Bei Drittstaatlern, also Personen aus den Amerika, Asien, Afrika & Co., liegt die Quote aber fast viermal so hoch bei 12,5 Prozent.
EU-Ausländer in der Schweiz waren dagegen nur mit einer halb so hohen Quote von rund 6,6 Prozent erwerbslos.
18.08.2026/ena.



