
Der Billigflieger EasyJet streicht viele seiner Verbindungen von und zu Schweizer Flughäfen. Besonders hart trifft es Genf und Basel.
Wenn Fluggesellschaften neue Destinationen in ihren Flugplan aufnehmen, sorgt dies meist für viel Aufsehen.
Sowohl die Airlines als auch die Flughäfen geben dann nämlich oft Medienmitteilungen heraus, um die Kundschaft anzulocken und das Geschäft anzukurbeln.
Rotstift bei EasyJet
Doch geht es in die umgekehrte Richtung und sind Verbindungen für die Fluggesellschaften uninteressant, vergessen die Anbieter nicht selten, die Öffentlichkeit zu informieren, wie man derzeit gut beobachten kann.
Der Low-Cost-Carrier EasyJet setzte nämlich gerade den Rotstift bei seinem Flugplan im Winter radikal an.
Zahlreiche Destinationen nimmt der Billigfluganbieter dabei ersatzlos aus seinem Programm und die Schweiz trifft es teilweise stark.
Sehr niedrige Ticketpreise
So wurde bereits vor einigen Tagen bekannt, dass Easyjet die Verbindung vom Euroairport in Basel ins marokkanische Tanger ab Dezember für ein paar Wochen aussetzt, wie Medien berichteten.
Teils waren Tickets nach Marokko für 20 oder 30 Franken pro Strecke angeboten worden, was sich angesichts gestiegener Kerosinkosten bei dem Drei-Stunden-Flug wohl kaum noch lohnt.
Das Streichkonzert geht aber noch deutlich weiter, wie aus den aktualisierten Verbindungen im Winterflugplan nun hervorgeht und unter Aviatik-Fans für Gesprächsstoff sorgt.
Krakau, Malta und Venedig
EasyJet streicht aber auch beispielsweise das Angebot zwischen Zürich und Berlin im Winter komplett und dünnt die Strecke zwischen Zürich und Lissabon stark aus.
Vom Euroairport kommen Easyjet-Passagiere zudem bald wochenlang nicht mehr nach Venedig und London-Luton fliegt ab Januar komplett aus dem Flugplan.
Vom Flughafen Genf geht es bei dem Günstig-Carrier seltener in die polnische Metropole Krakau. Doch auch nach Malta, Venedig und Tirana kommen Passagiere selten beziehungsweise wochenlang gar nicht mehr.
Von Genf nach Leeds Bradford können Fluggäste mit dem Billigflieger sogar ab sofort gar nicht mehr reisen.
Neue Ziele in Kolumbien
Die Streichung gerade zur Weihnachtszeit dürfte Einschnitte für Schweizer sorgen. Die negativen Auswirkungen sorgen unter Passagieren dann bei der Suche nach Flügen meist für böse Überraschungen.
Genauso ging es unlängst Kunden des Ferienfliegers Edelweiss, der zur Lufthansa-Gruppe gehört.
Mit viel Tamtam kündigte die Fluggesellschaft die Verbindungen von Zürich nach Bogotá und Cartagena in Kolumbien an, wie auch muula.ch berichtete.
Doch wer dann ein paar Wochen später einen Flug dahin buchen wollte, musste sein «blaues Wunder» erleben.
Nachfrage entscheidet
Klammheimlich hatte Edelweiss die Verbindungen stark zusammengestrichen.
Bei der Lancierung war kein Wort davon gefallen, dass es sich bei Bogotá und Cartagena nur um Saisonziele handeln sollte.
Doch entwickelt sich die Nachfrage nicht so, wie erwartet, nehmen die Fluggesellschaften die Verbindungen aus ihren Flugplänen.
Das machen also nicht nur Billigflieger, wie EasyJet.
06.09.2026/kut./Meldung nach Zusatzangaben von Easyjet aktualisiert




