
Der technische Fortschritt schreitet so rasant voran, dass eine Übersicht fehlt. Doch nun zeigt das WEF, wohin die Reise geht, inklusive der Schweiz.
Die Welt hat sich stark verändert und Start-ups sind nicht mehr nur die Zuträger für grosse Firmen, falls sich ein Produkt am Markt durchsetzt.
Die Minifirmen geben mittlerweile vielerorts den Ton an und selbst Einzelunternehmen können problemlos auf einen Firmenwert von über 1 Milliarde Franken kommen.
Bahnbrechende Ideen
In der Technologie ist die Entwicklung so schnell, dass die Orientierung fehlt.
Doch nun half das World Economic Forum (WEF) mit einer Auswahl von 100 Technologie-Start-ups aus 23 Ländern nach, bei denen die Macher des berühmten Davoser Treffens von bahnbrechenden Entwicklungen ausgehen.
Worldchampions aufbauen
Diese Firmen hätten das Potenzial, eine ganze Industrie beziehungsweise die Gesellschaft zu revolutionieren, hiess es weiter vom WEF.
Die Auswahl, welche zu der seit 26 Jahren wachsenden Gruppe an Betrieben für Pionierarbeiten zusammengefasst werden, beinhalte diesmal sogar 9 Unternehmen aus Indien, würdigte das Forum den Entscheid.
Daraus könnten wahre Champions entstehen und diesmal lag der Schwerpunkt auf der Künstlichen Intelligenz KI.
Israel liebt Cyberdefence und Chips
Aus China stammen 10 Start-ups, die sich mit der Entdeckung von Krebserkrankungen im Frühstadium, Sicherheitssystemen für Lithium-Ionen-Batterien und E-Commerce beziehungsweise Industrieanwendungen beschäftigen.
Aus Indien stammen Ideen, die sich mit Weltraummobilität, Satellitentechnologie und Blockchain-basierten Klimalösungen in der Landwirtschaft drehen.
Die Start-ups aus Israel fokussieren sich auf Cybersicherheit und auf die Energienutzung sowie die Grösse von Speicherchips.
Aus Saudiarabien fiel eine Firma auf, welche die Qualitätskontrolle bei Herstellungsprozessen mit KI revolutioniert.
Kooperation mit Swiss
Aus der Schweiz kamen 2 Unternehmen in die Aufsteigergruppe für die künftigen Wirtschaftschampions.
Es ist einerseits Atinary, welcher automatisierte Laborsysteme entwickelt, und andererseits Metafuels, das Methanol in ökologisches Flugbenzin umwandelt.
Im Mai hatte bereits die Premiumfluggesellschaft Swiss mit dem Start-up sogar eine Zusammenarbeit für nachhaltige Flugtreibstoffe lanciert. Das dürfte also Bedeutung für die ganze Luftfahrt haben.
Innovative Amerikaner
Aus den USA stammen aber die meisten Newcomer, bei denen das WEF grosse Chancen für Pionierarbeiten sieht.
Die 43 Firmen beschäftigen sich mit künstlichem Regen und Wettersimulationen für die Landwirtschaft, medizinischer Diagnostik, Navigation durch unbekanntes Territorium und Raumfahrtoptimierungen.
Medizin, Weltall und Umweltschutz
Diese Ideen sollen nun weiterentwickelt und skaliert werden.
Doch die Marschrichtung ist klar: Medizin, Raumfahrt, Chipproduktion, Energieeffizienz, Industrieanwendungen, Umweltschutz und Cyberdefence sind die Hauptbeschäftigungsfelder.
Und die Schweiz hat da durchaus noch Potenzial, wie die geringe Anzahl der Auserwählten verdeutlicht.
22.06.2026/kut.





