Schweizer knausern bei Badeferien

Menschen am Strand mit Sonnenschirmen
Schweizer wollen weiterhin ans Mittelmeer zum Baden. (Bild: T. Cantelli / unsplash)

Die Hauptreisezeit steht bevor und vielen Schweizern sind ihre Badeferien weiterhin heilig. Doch bei den Budgets verschiebt sich die Zahlungsbereitschaft.

Der Reisekonzern Dertour Suisse, der unlängst Hotelplan von der Migros-Gruppe akquiriert hat, ist zuversichtlich.

Klassische Badeferien im Mittelmeerraum blieben stabil und seien nach wie vor besonders gefragt, hiess es am heutigen Mittwoch auf Basis einer Auswertung.

Romands mit Fernweh

In der Deutschschweiz zählten neben Mittelmeerzielen auch Freizeit- und Erlebnisdestinationen, wie der Europa-Park, zu den beliebtesten Sommerzielen, hiess es weiter.

In der Westschweiz würden allerdings vermehrt All‑Inclusive‑ und Badeferienziele in Tunesien sowie in der Türkei nachgefragt, erklärte der Reiseveranstalter.

Beliebt sind aber generell Spanien und Griechenland.

Reiseziele Kurzstrecke laut Dertour

Auf der Fernstrecke zeige sich im Sommer 2026 eine stabile Nachfrage, allerdings mit klaren Verschiebungen innerhalb der beliebtesten Zielregionen.

Klassische Badefernziele, wie die Malediven oder Mauritius, bleiben zwar gefragt.

Preis-Leistungs-Verhältnis zählt

Schweizer wichen allerdings im Hinblick auf den anhaltenden Konflikt aufgrund des US-israelischen Angriffskrieges auf Iran vermehrt auf westlich gelegene Destinationen, wie Kanada oder ausgewählte Ziele in der Karibik, aus.

Auch afrikanische Destinationen, wie Tansania oder kombinierte Safari‑Reisen, gewännen an Bedeutung, erklärte der Reisespezialist.

Top-Langstreckendestinationen laut Dertour Suisse

Destinationen mit guter Erreichbarkeit, breitem Angebot und attraktivem Preis‑Leistungs‑Verhältnis blieben dabei zentrale Pfeiler des Sommergeschäfts, so Dertour Suisse zur Buchungslage.

Sparen angesagt

Beim Reisebudget zeigten sich allerdings im Vorjahresvergleich differenzierte Entwicklungen.

Für klassische Badeferien geben Schweizer Reisende durchschnittlich weniger aus als im Vorjahr. In der Deutschschweiz sanken die Budgets für Badeferien um 4,5 Prozent und in der Romandie um 2,4 Prozent.

Spendable Westschweizer

Allerdings ist die anspruchsvolle Schweizer Kundschaft durchaus bereit, für Ferien tiefer in die Taschen zu greifen.

Die Budgets für Individual‑ und Spezialreisen zögen deutlich an, erklärte Dertour Suisse weiter. Dieser Effekt sei besonders in der Westschweiz ausgeprägt, wo die Reisebudgets für diese Reisearten um 10 Prozent zulegten.

Die Deutschschweizer knausern aber auch hier etwas – für Individual- und Spezialreisen gäben sie im Schnitt nur 7,9 Prozent mehr aus.

03.06.2026/ena.

Schweizer knausern bei Badeferien

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