Teuerung verleiht Detailhandel einen Schub

Bild in die Regale eines Supermarktes
Schweizer sind in Supermärkten in Kauflaune. (Symbolbild: N. Rosa / unsplash)

Der Schweizer Detailhandel setzt seinen Aufwärtstrend fort. Allerdings gibt es in einem Bereich noch deutlich Potenzial.

Die Detailhändler um Coop, Migros, Aldi, Lidl, Denner & Co. können sich freuen.

Die Umsätze im Schweizer Detailhandel legten im Juli weiter zu, wie das Bundesamt für Statistik BFS am heutigen Dienstag auf Basis provisorischer Resultate bekanntgab.

Reale Werte liegen höher

Demnach verzeichneten die Erlöse im Detailhandel ohne Tankstellen, bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte, gegenüber Juli 2025 ein Wachstum von 0,2 Prozent.

Real, also unter Berücksichtigung der Teuerung, habe das Plus sogar bei 1,7 Prozent betragen, so die Statistiker weiter.

Umsätze im Schweizer Detailhandel laut BFS

Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte ebenfalls eine Zunahme des nominalen Umsatzes von 0,2 Prozent.

Real lag das Plus hierbei aber nur bei 1,2 Prozent.

Rückwärtsbewegung sichtbar

Problematisch ist der Nicht-Nahrungsmittelsektor im Schweizer Detailhandel. Im Juli resultierte ein nominales Minus von 0,1 Prozent, wie das BFS weiter bekanntgab.

Real verzeichnete das Segment um Möbel, Haushaltsgeräte & Co. zwar noch ein Plus von 1,8 Prozent. Doch klar ist, dass den Rückenwind nur die Teuerung ergab.

Einkaufstourismus bremsen

Langfristig ist in der Grafik der Aufwärtstrend im Schweizer Detailhandel seit 2024 aber deutlich zu erkennen.

Dies wird angeheizt vom Protektionismus.

Die Schweiz senkte beispielsweise die Zollfreigrenze bei der Mehrwertsteuer von 300 auf 150 Franken ab, was die Menschen zu mehr Einkäufen im Inland bewegt.

01.09.2026/ena.

Teuerung verleiht Detailhandel einen Schub

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