
Die ganze Welt redet von Krise. Doch in der Schweiz floriert die Volkswirtschaft trotz allen globalen Widrigkeiten.
Die Schweizer Wirtschaft ist im 2. Quartal beachtlich gewachsen.
Das Plus betrug 1,5 Prozent, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am heutigen Freitag auf Basis vorläufiger Zahlen bekanntgab.
Zwei starke Zugpferde
Trotz allen Unkenrufen um Energiepreisexplosion, Strafzölle, Kriege in Europa und in Nahost läuft es hierzulande vergleichsweise gut.
Die Industrie legte im 2. Quartal zu, wie das Seco weiter ausführte. Besonders gut sei es in den Bereichen Chemie und Pharma gelaufen.

Auch der Schweizer Dienstleistungssektor habe zum Wachstum des Bruttoinlandprodukts BIP beigetragen, hiess es weiter.
Dies bedeutet, dass sich positive Effekte, wie es sie im Transportbereich und bei Finanzservices im 1. Quartal 2026 etwa durchaus gab, gedämpfte Entwicklungen im Handel sowie im Schweizer Gastgewerbe auffingen.
Abwanderungsrisiko monitoren
Zugpferde der Schweizer Volkswirtschaft sind klar die Chemie- und Pharmaindustie.
Viele Länder beneiden die Schweiz deshalb und versuchen, wie die Vereinigten Staaten, die Basler Pharmariesen Roche, Novartis und Sandoz zu Standortverlagerungen zu bewegen.

Doch weil die Schweiz es verpasst hat, neben der Grosschemie und der Pharmaforschung andere strategische Wirtschaftszweige aufzubauen, muss das Land die Chemie- und Pharmakonzerne hofieren, damit sie nicht abwandern.
Durchschnitt in Griffweite
Wie sich die Schweizer Wirtschaft ganz genau entwickelt hat, will das Seco aber erst Anfang September publizieren.
Doch die Vorhersage von 1,5 Prozent an BIP-Wachstum kann sich schon mal sehenlassen.
In den Vorquartalen lag der Zuwachs lediglich bei 0,4 beziehungsweise 0,2 Prozent.
Das durchschnittliche Wachstum der Schweizer Volkswirtschaft betrug in den vergangenen Jahrzehnten im Schnitt bei 1,8 Prozent pro Jahr, und in diese Richtung geht es nun ganz klar wieder.
14.08.2026/kut.



