
Das Autojahr 2025 war zwar in so mancher Hinsicht nicht besonders. Doch die Schweizer geben der leidenden Branche wieder etwas Hoffnung.
Auf Schweizer Strassen tummeln sich vermehrt günstigere Autos.
Kostete ein Fahrzeug im Jahr 2024 durchschnittlich rund 50.000 Franken, waren es im vergangenen Jahr nur noch 48.000 Franken.
Zentralschweiz vorne
Dies geht aus einer Analyse des Versicherers Axa Schweiz per Ende Dezember 2025 hervor, welche am heutigen Mittwoch publiziert wurde.
Dieser Anbieter kann in seinem Versichertenbestand auf eines der grössten Schweizer Portfolios an Motorfahrzeugversicherungen zurückgreifen und insofern sind die Angaben zum Fahrzeugbestand durchaus verlässlich.

Die teuersten Autos sind, wie in den vergangenen Jahren, auf den Strassen des Kantons Zug unterwegs.
Der durchschnittliche Fahrzeugwert betrage dort 65.500 Franken und liege damit 35 Prozent über dem Schweizer Schnitt, hiess es weiter von der Axa Schweiz.
Romandie fährt Günstig-Wagen
An zweiter Stelle stünde der Kanton Schwyz mit fast 58.000 Franken, gefolgt von Appenzell Innerrhoden mit 54.500 Franken an Durchschnittswert.
Die günstigsten Autos seien in den Westschweizer Kantonen Jura, Neuenburg und Freiburg unterwegs.
Dort betrage der durchschnittliche Fahrzeugwert zwischen rund 41.500 und knapp 44.000 Franken, also über 20.000 Franken weniger als im Kanton Zug.
Jüngerer Fahrzeugbestand
Doch neben dem sinkenden Durchschnittspreis gibt es auch eine positive Nachricht für die Automobilhersteller wie BMW, Toyota, Mercedes, Fiat, VW & Co.
Die Autos auf Schweizer Strassen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht jünger geworden.
Nun beträgt das Durchschnittsalter über alle Kantone 9,7 statt 10,2 Jahre im Jahr 2024, wie die Axa hervorhob.
Verglichen mit 2019 zeige sich jedoch, dass das Fahrzeugalter in der Schweiz zunimmt: 2019 hatte es noch 8,3 Jahre betragen. Die Axa macht für diesen Effekt hauptsächlich Sparmassnahmen und die Verunsicherung der Käufer verantwortlich.
Berner halten an Bewährtem fest
Die neuesten Fahrzeuge gönnen sich Tessiner. In der Sonnenstube der Schweiz sind Autos im Schnitt 8,4 Jahre alt. Im Kanton Zug seien es durchschnittlich 8,7 Jahre und im Jura 9 Jahre.
Die ältesten Autos fahren mit Berner, Schaffhauser und Appenzell Ausserrhoder Nummernschildern umher:
Sie haben 10,3 bis 10,6 Jahre auf dem Buckel und sind also zwei Jahre älter als jene im Kanton Tessin.
Die Berner sind dabei mit 10,6 Jahren das Schweizer Schlusslicht.
Bessere Zeiten für Autoimporteure
Wenn Schweizer nun wieder neuere Fahrzeuge anschaffen, dürfte die Automobilbranche durchaus aufatmen.
Dies gilt aber nicht nur für eine der Lieblingsmarken BMW und auch nicht nur die Schweizer Zulieferbetriebe für die deutschen, französischen, italienischen und etwa japanischen Autohersteller, die wieder auf mehr Geschäft hoffen könne.
Es bedeutet auch bessere Zeiten für die hiesigen Autoimporteure, wie die Amag um die Volkswagen-Gruppe.
20.05.2026/kut.





