
Die Schweiz verzeichnet robustes Wirtschaftswachstum – auch im Rückblick. Ein Treiber fällt auf, selbst wenn der Überschuss im Handel sinkt.
Das Schweizer Bruttoinlandprodukt ist 2025 um 1,6 Prozent gestiegen.
Die Resultate für die Vorjahre waren sogar besser als bisher ausgewiesen, teilte das Bundesamt für Statistik BFS auf Basis revidierter Daten am Dienstag mit.
Besser als bisher gedacht
Für die Jahre 2023 und 2024 habe dies zu einer Korrektur des BIP-Wachstums um +0,2 beziehungsweise +0,1 Prozentpunkte geführt, weil den Statistikern nun genauere Werte vorliegen.

Die Konsumausgaben der Privaten seien aber auch im Jahr 2025 ein wichtiger Wirtschaftsmotor gewesen.
Nachdem sie 2024 um 2,1 Prozent gestiegen waren, verlangsamte sich ihr Wachstum 2025 auf 1,7 Prozent.
Geringere Sünden im Leben
Insbesondere die Ausgaben für Gesundheit, Verkehr und Gastgewerbe gaben dem Endkonsum der privaten Haushalte im Jahr 2025 Auftrieb.
Demgegenüber waren die Konsumausgaben für Tabakwaren und alkoholische Getränke rückläufig.
Dennoch erhöhte das BFS ihren Anteil am Schweizer Warenkorb bei der Inflationsmessung, als Deflation drohte – ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Geld fliesst in Ausrüstung
Die Investitionen zogen nach der Stagnierung im Vorjahr mit +3,5 Prozent deutlich an und waren damit 2025 ein wichtiger Treiber für das BIP-Wachstum.
Verantwortlich für dieses Ergebnis war die markante Entwicklung bei den Investitionen in Ausrüstungsgüter (+3,7 Prozent) und beim Baugewerbe mit einem Plus bei den Neubauten (+2,9 Prozent).

Das Gesundheits- und Sozialwesen zeigte zudem im Servicesektor ein solides Wachstum von 5,2 Prozent und machte den Rückgang im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung von 29,3 Prozent dennoch wett, weil es diesmal keine internationalen Sport-Grossveranstaltungen gab.
Schweizerfranken wirkt
Der Handelsbilanzüberschuss ging nach einem Anstieg im vergangenen Jahr wieder zurück.
Die Importe verbuchten mit dem starken Schweizerfranken ein grösseres Plus von +11,7 Prozent als die Exporte mit +5,9 Prozent.
Es wird also verstärkt im Ausland eingekauft, als die Dynamik bei den Ausfuhren zeigt.
Doch US-Präsident Donald Trump hat es nicht geschafft, die Schweiz mit Strafzöllen in die Knie zu zwingen. Es läuft hierzulande einfach zu gut – der hohen Binnennachfrage von +2,5 Prozent sei Dank.
26.08.2026/ena.



