
Die Zahl der Älteren steigt überall und in einigen Kantonen kippt sogar das Verhältnis zu den Jungen. Doch das Tessin ist das Altersheim der Schweiz.
Die Schweizer Wohnbevölkerung ist 2025 um rund 0,8 Prozent auf 9,1 Millionen Personen gestiegen.
Davon waren 6,6 Millionen beziehungsweise 72 Prozent der Einwohner Schweizer und 2,5 Millionen beziehungsweise 28 Prozent ausländische Staatsangehörige.
Bevölkerungswachstum geht zurück
Dies teilte das Bundesamt für Statistik BFS am Donnerstag als definitive Zahlen mit.
Die Bevölkerung wachse weiter, wenn auch nicht mehr so stark wie in den vorangegangenen Jahren.
Im Jahr 2024 lag der Zuwachs bei +1,0 Prozent und 2023 bei +1,7 Prozent.
Mehr Ältere als Junge
Dabei verstärkte sich die demografische Alterung, wie das BFS weiter ausführt.
Mittlerweile sei die Zahl der Personen ab 65 Jahren grösser als jene der unter 20-Jährigen, hiess es.

Zwischen 2024 und 2025 stieg die Zahl der Senioren, also Personen mit 65 Jahren oder älter, um 2,3 Prozent auf 1,81 Millionen.
Auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) kamen im Schnitt 32,8 ältere Personen ab 65 Jahren (Altersquotient) und 32,7 jüngere Personen zwischen 0 und 19 Jahren (Jugendquotient), rechneten die Statistiker vor.
Tessin als Seniorenhochburg
In 17 der 26 Kantone fiel der Altersquotient 2025 höher aus als der Jugendquotient
Nur in den Kantonen Waadt, Genf, Freiburg, Zürich, Zug, Luzern, Aargau, St. Gallen und Thurgau gab es mehr Junge als Senioren.
Besonders auffällig ist aber das Tessin bezüglich Alter.
Hier leben nicht nur die meisten Personen mit 100 und mehr Lebensjahren pro 100.000 Einwohnern, sondern der Alterskoeffizient ist mit 41,6 auch am höchsten in der Schweiz.
Graubünden, Nidwalden, Basel-Landschaft und der Kanton Jura liegen diesbezüglich fast gleichauf. Markant weniger Über-Hundertjährige gibt es im Wallis und in Nidwalden.

Die Zahlen der hundertjährigen Personen und noch Älterer sind aber auch in Genf, Neuenburg und Basel-Stadt vergleichsweise hoch.
Viele Deutsche bleiben
Die Zuwanderung bestimmt zwar das Bevölkerungswachstum.
Der Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Ein- und Auswanderungen, ging 2025 um 14,9 Prozent auf 70.400 zurück.

Trotz dieses Rückgangs seien rund 92 Prozent beobachteten Bevölkerungswachstums auf den Wanderungssaldo zurückzuführen, so das BFS weiter.
Wie die Grafik verdeutlicht, bleiben besonders viele Deutsche.
Mehr Geburten als Todesfälle
Der Rest des Bevölkerungswachstums von rund 8 Prozent entspreche dem Geburtenüberschuss.
Das heisst, die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen ist hierzulande noch positiv.
Doch der Tag dürfte nicht weit entfernt sein, wo auch hier das Verhältnis in der Schweiz kippt.
20.08.2026/kut.



