Immer mehr Schweizer Siedlungsabfälle

Eine Mülldeponie in grüner Landschaft
Mülldeponien verschandeln schöne Landschaften. (Symbolbild: M. Gecovic / pixabay)

In der Schweiz fallen mittlerweile dreimal so viele Siedlungsabfälle als noch im Jahr 1970. Doch dabei gibt es allerdings auch gute Nachrichten.

Von Zeit zu Zeit gibt das Bundesamt für Statistik BFS sogenannte Taschenstatistiken heraus, die sich kurz und knapp einem Themengebiet widmen.

Dabei können sich die Leser immer einen guten Überblick verschaffen, selbst wenn die Statistiker dabei oft aktivistisch unterwegs sind.

Energieverbrauch gestiegen

Nun publizierte das BFS die Taschenstatistik «Umwelt 2026», welche die Wechselbeziehungen zwischen der Gesellschaft und der Umwelt anhand von Indikatoren zeigt.

So wurden 2025 rund 58 Prozent des Energiebedarfs der Schweiz durch fossile Energieträger, also insbesondere Erdöl und Erdgas, gedeckt. Wer etwas anderes behauptet, wird dadurch also eines Besseren belehrt.

Trotz vieler Energiesparmassnahmen ging seit 1990 der Bruttoenergieverbrauch der Schweiz bloss um 1,8 Prozent auf 999.580 Terajoules im Jahr 2025 zurück.

Seit 1980 ist der Verbrauch sogar gestiegen, wie die Grafik verdeutlicht, die Statistiker jedoch just nicht thematisieren.

Der Anteil erneuerbarer Energien beträgt aber mittlerweile 30,6 Prozent des Endverbrauchs. Im Jahr 1990 lag der Anteil noch bei 15,8 Prozent, wie die Statistiker auswiesen.

Vervielfachung der Menge

Doch in der Taschenstatistik springt Betrachtern noch eine Grafik ins Auge.

Es sind die Schweizer Siedlungsabfälle, die sich seit 1970 von rund 2 Millionen Tonnen auf mittlerweile 6 Millionen Tonnen verdreifacht haben.

Auffällig ist dabei aber, dass ungefähr seit dem Jahr 2000 die verbrannten und deponierten Siedlungsabfälle konstant bei 3 Millionen Tonnen liegen, obwohl die Zahl der Einwohner, sprich der «Müllproduzenten», hierzulande bekanntermassen rasant zugenommen hat.

Recycling als Volkssport

Der positive Aspekt dabei ist, dass über das Recycling von Kompost, Papier, Karton, Glas, Aluminium, PET, Weissblech, Textilien, Batterien und seit 2001 auch Elektrogeräten viele Abfälle wiederverwertet werden.

Im Jahr 2024 fielen pro Person 667 Kilogramm Siedlungsabfälle an, wovon mit 52 Prozent mehr als die Hälfte separat gesammelt und dem Recycling zugeführt wurden.

Im Jahr 1970 war das Wiederverwerten noch kaum der Rede wert gewesen, wie die jüngste Taschenstatistik «Umwelt» eindrücklich zeigt.

10.09.2026/kut.

Immer mehr Schweizer Siedlungsabfälle

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