Freizeitschweizer geraten in Bedrängnis

Zwei Frauen auf Fahrrädern am Meer
Das Freizeitvergnügen wird deutlich teurer. (Symbolbild: C. Lue / unsplash)

Schweizer arbeiten immer mehr Teilzeit und geniessen das Leben. Doch für diese Personen gibt es nun schlechte News und quasi nur einen Ausweg aus der Misere.

Viele Menschen träumen von mehr Freizeit und Ferien. Doch diesen Personenkreis ereilen nun Hiobsbotschaften. 

Im 5-Jahresvergleich seien die Preise für Pauschalreisen und Luftverkehr um 33 Prozent beziehungsweise um 77 Prozent gestiegen.

Kultur und Gastro im Fokus

Dies teilte der Vergleichsdienst Comparis zusammen mit dem KOF Institut, also der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, diese Woche mit.

Allein im März 2026 seien die Preise für Freizeitgüter in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,9 Prozent gestiegen, hiess es weiter zur Entwicklung des Freizeit-Preisindex.

Dieses Barometer verdeutlicht, wie sich die Teuerung in den Bereichen Freizeit und Kultur sowie Gastronomie und Reisen in der Schweiz entwickelte.

Comparis und KOF-Freizeitpreisindex

Im Vergleich dazu weist der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) des Bundesamtes für Statistik (BFS), der alle Konsumpreise misst und nicht nur Freizeitgüter, bloss eine Jahresteuerung von 0,3 Prozent aus.

Paare mit Kindern im Glück

Damit zeigt sich, dass der Freizeitbürger deutlich stärker als der Durchschnitt von der Teuerung betroffen ist.

Durch den US-israelischen Angriffskrieg auf die Islamische Republik Iran dürfte der Preisauftrieb bei Pauschalreisen und für Flugtickets noch deutlich anziehen.

Comparis-KOF-Preisentwicklungen

Die höchste Teuerung erlebten in den vergangenen 12 Monaten Einpersonenhaushalte ab 65 Jahren, wie aus dem Freizeitbarometer weiter hervorgeht.

Diese Haushalte verzeichnen aktuell eine Teuerungsrate von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für Paare mit Kindern war die Teuerung prozentual am geringsten. Bei ihnen betrug die Freizeitinflation in den vergangenen 12 Monaten aber immerhin rund 0,7 Prozent.

Tessin wird langsam teurer

Die deutschsprachige und rätoromanische Schweiz verzeichnete mit 0,9 Prozent die höchste Teuerung im Vergleich zum Vorjahr.

Die tiefste Inflation hatte die italienischsprachige Schweiz mit einem Plus von 0,8 Prozent.

Der Preisauftrieb im Tessin verläuft derzeit also etwas langsamer.

Mehrarbeit als Ausweg?

Nun, was können Betroffene dieser Preissteigerungen tun?

Wie muula.ch berichtete, leiden unter Inflation nur Alternativlose.

Für die Freizeitschweizer, bei denen sich Pauschalreisen, Flüge, Restaurants, Kulturveranstaltungen sowie Hotels verteuern, müssen einfach auf den Konsum dieser Waren und Dienstleistungen verzichten. Schhon sinkt die individuelle Teuerung.

Eine Möglichkeit wäre dabei auch, das Teilzeitpensum wieder aufzustocken und mehr zu arbeiten.

Damit würde der Anteil von teurerer «Freizeit» am Warenkorb sinken.

Gastronomie leidet

Wie folgerichtig die Schweizer in der aktuellen Situation agieren, zeigte das KOF-Institut an der ETH Zürich dabei gleichzeitig bei seinem Konjunkturausblick.

Im April stieg das KOF-Konjunkturbarometer um 2,3 Punkte auf einen Stand von 97,9 Zählern.

KOF-Konjunkturbarometer
Die Schweizer Konjunktur dümpelt laut dem KOF-Institut vor sich hin. (Screenshot: muula.ch)

Doch die Indikatoren des Gastgewerbes mussten zurückstecken, hiess es.

Ein Restaurantbesuch können Freizeitschweizer eben bei Teuerung rasch einsparen.

01.05.2026/kut.

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