
Piloten wollen mit einem Flughafencheck die Sicherheit verbessern. Während Genf und Zürich gut abschneiden, ist der Euroairport ein Sorgenkind.
Internationale Vergleiche helfen auch den Landesflughäfen der Schweiz, ihre Sicherheit zu verbessern.
Was gibt es da Besseres, als die Piloten nach ihrer Meinung zu fragen, die in der Welt schon weit herumgekommen sind und da gut vergleichen können.
Schlusslicht mit Rostock
Bereits zum dritten Mal publizierten die Pilotenorganisationen der Schweiz und Deutschlands, Aeropers und Vereinigung Cockpit, ihr gemeinsames Rating.
2026 lag der Schwerpunkt bei der Sicherheit rund um die Pisten, weil es diesbezüglich schon viele sicherheitsrelevante Vorfälle, sogenannte Runway Incursions, mit gravierenden Folgen gab.
Der Euroairport im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und der Schweiz landete mit 3,2 Punkten zusammen mit dem deutschen Regionalflughafen Rostock/Laage auf dem letzten, sprich 30. Platz, wie die Pilotenorganisationen dieser Tage bekanntgaben.

Unter anderem landete der Basler Flughafen abgeschlagen wegen der fehlenden Anflugbefeuerung auf der Piste für Anflüge aus Richtung Süden und aufgrund fehlender Warnlichter an den Einfahrten zu den Startbahnen, hiess es zur Begründung.
Nur Leipzig und München besser
Zürich war bereits vergangenes Jahr auf dem Podest und konnte seine erfreuliche Position mit 1,4 Zählern halten.
Grund dafür sei die konsequente Verwendung der beleuchteten Haltelinien gemäss der Empfehlung der europäischen Flugsicherheitsbehörde unabhängig von Wetter und Sichtverhältnissen, erklärten die Piloten zum Airport Zurich.
Auch die langjährige Beteiligung des Pilotenverbandes an der lokalen Arbeitsgruppe zum Thema Pistensicherheit wirke sich sehr positiv auf die Bewertung aus.
Besser waren nur noch Leipzig und München.
Genf holt zu Frankfurt auf
Der Flughafen in Genf zeigt dagegen, dass die Sicherheit über Kooperationen verbessert werden kann.
Aufgrund der Einladung des Pilotenverbandes zur lokalen Arbeitsgruppe zum Thema Pistensicherheit und einer differenzierteren Bewertung der Sicherheitsflächen (RESA) landete der Flughafen Genf von Platz 26 auf diesmal Rang 11.
Damit ist er besser als Frankfurt.
Der Euroairport muss also seine Sicherheit in den Augen von Piloten deutlich bessern. Internationale Vergleiche helfen eben, um dies zu realisieren.
Und nur schon der Blick auf Zürich und Genf weisen den Weg.
28.07.2026/kut.



