Bund schwimmt im Geld

Schweizer 50-Franken-Banknoten
Der Bund durchbricht die Schallmauer von 80 Milliarden bei den Einnahmen. (Bild: myshoun / pixabay)

Die Fiskaleinnahmen des Bundes sind 2025 um Milliarden gestiegen. Der Staat schröpft Bürger und Firmen aber nicht nur mit mehr Bundessteuer.

Die Bundesbeamten haben wieder ganze Arbeit geleistet.

Statt dem Volk genau mitzuteilen, wie die Fiskaleinnahmen des Schweizer Staates gestiegen sind, bekommen die Bürger am heutigen Freitag nur ein komplexes Excel-Sheet.

Rund 2,5 Milliarden mehr

Vor den eigentlichen Informationen sendet der Bund noch viele Gesetzestexte mit.

Journalisten müssen sich also durch allerlei Unsinn kämpfen, bevor sie auf die sprudelnden Mehreinnahmen der Eidgenossenschaft stossen.

Fiskaleinnahmen Bund über mehrere Jahre
Viele Angaben suggerieren Transparenz, aber verdecken Wichtiges. (Screenshot: muula.ch)

Im Jahr 2025 generierte der Bund wieder deutlich mehr «Umsatz».

Die Fiskaleinnahmen durchbrachen erstmals die Schallmauer von 80 Milliarden und erhöhten sich um 3,2 Prozent auf 80,4 Milliarden Franken, wie der Bund am heutigen Freitag verdeckt bekanntgab.

Das sind immerhin innerhalb eines Jahres rund 2,5 Milliarden Franken mehr.

Zum Vergleich: Im Jahr 2009 lag der Wert noch bei 56 Milliarden Franken. Das ist eine Steigerung von fast 50 Prozent binnen weniger Jahre.

Rund 3 Prozent mehr Mehrwertsteuer

Dabei stieg die direkte Bundessteuer kräftig. Die Einnahmen aus dieser Quelle legten um rund 8 Prozent auf 32,1 Milliarden Franken zu.

Hierbei spielte die Energiekrise im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg eine Rolle. Die Rohstoffkonzerne in Genf profitierten da stark und müssen auch mehr Steuern zahlen, wie muula.ch berichtete.

Die Mehrwertsteuer spülte im vergangenen Jahr rund 27,6 Milliarden Franken in die Staatskasse – ein Plus von rund 3 Prozent.

Auto- und Mineralölsteuern

Doch auch Stempelabgaben sprudelten 2025 kräftig und erhöhten sich um 7 Prozent auf 2,6 Milliarden Franken.

Aber selbst die Mineralölsteuer brachte Bundesbern mehr.

Die Mineralölsteuer erzielte mit 2,7 Milliarden Franken rund 1 Prozent mehr und der Mineralölsteuerzuschlag legte obendrein um 1,3 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken zu.

Selbst die Autosteuer brachte dem Bund mehr Geld. Die Einnahmen legten um 5 Prozent zu und erhöhten sich auf fast eine halbe Milliarde Franken.

Raucher drücken 2 Milliarden ab

Fast der einzige Wehmutstropfen war das Rauchen. Die Fiskaleinnahmen bei der Tabaksteuer gingen zurück.

Doch das Minus lag nur bei 0,8 Prozent.

Die Raucher zahlten immerhin noch fast 2 Milliarden Franken weiterhin in die Schweizer Staatskasse.

Weiterer Anstieg eingeplant

Statt endlich Abgaben zu senken und das Volk sowie die Wirtschaft zu entlasten, schwebt Bundesbern das Gegenteil vor – die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist da nur ein Beispiel.

Für 2026 rechnen die Bundesbeamten schon mal mit Mehreinnahmen für sich von 81,4 Milliarden Franken, wie aus dem Voranschlag 2026 hervorgeht.

Das sind nochmals rund 1 Milliarde Franken beziehungsweise rund 1,3 Prozent mehr.

Eventuell ist da künftig ein wenig Geld übrig, um der Öffentlichkeit in einem Communiqué die genauen Entwicklungen transparent aufzubereiten. Schliesslich müssen die Bürger und die Firmen dies alles bezahlen.

24.04.2026/kut.

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