
Das Wachstum der Volkswirtschaft gewinnt in der Schweiz deutlich an Fahrt. Drei Zugpferde spielen dabei die Hauptrollen und ein Bereich enttäuscht.
Die frohen Botschaften zur Entwicklung der Schweizer Wirtschaft häufen sich immer mehr.
Nach guten Signalen vom Arbeitsmarkt gewinnt generell die Konjunktur weiter an Schwung.
Schub vom Ausland
Im August stieg das Konjunkturbarometer des KOF-Instituts der ETH Zürich um 2,5 Punkte auf einen seit geraumer Zeit nicht gesehenen Wert von 106,7, wie die Forschungseinrichtung am Freitag bekanntgab.
Der Anstieg spiegele sich insbesondere in den positiven Entwicklungen der Indikatoren des Verarbeitenden Gewerbes, der Dienstleistungen sowie der Auslandsnachfrage wider, hiess es weiter zu den drei Zugpferden.

Die Mehrheit der Indikatorenbündel bei den produzierenden Branchen sei positiv.
Dabei zeigten die Werte der Vorproduktehaltung, der Beschäftigungsaussichten, der Produktionstätigkeit und der Auftragslage einen günstigen Ausblick.
Ständiges Jammern der Firmen
Der positive Ausblick sei mehrheitlich sogar in den Indikatoren der Unterbranchen des Verarbeitenden Gewerbes sichtbar.
Sowohl die Metallverarbeitung als auch die Textilindustrie konnten in diesem Monat zulegen, erklärten die Konjunkturforscher der ETH.
Selbst die Industrie zieht also deutlich neben den Dienstleistungen sowie der Auslandsnachfrage an, auch wenn der Verband Swissmem das alte Lied einer fragilen Erholung singt.
Problematisch ist laut dem KOF-Institut ein Bereich und der heisst Konsumnachfrage. Dies ist überraschend, weil der Konsum in der Schweiz normalerweise ein Treiber für die Wirtschaft ist. Doch dieser habe nur leicht zurückstecken müssen, relativierten die Experten.
Schwung gibt neuen Schwung
Doch das KOF-Konjunkturbarometer erhöhte sich mittlerweile auf einen Wert, der lange Zeit nicht beobachtet worden war.
Wirtschaft ist wie ein Schwungrad, das sich nicht so leicht bremsen lässt, wenn es erst einmal richtig an Fahrt gewonnen hat.
Insofern dürften sich in den kommenden Monaten viele weitere frohe Botschaften häufen.
29.08.2026/kut.



