Raumfahrt eilt Fust-Erben zu Hilfe

Ein Raumshuttle beim Start
Die Raumfahrt generiert neue Aufträge für Hersteller von Werkzeugmaschinen. (Bild: pixabay)

Der Hersteller von Werkzeugmaschinen StarragTornos zieht lukrative Aufträge von Aerospace an. Dies kommt den Erben von Walter Fust entgegen.

Der Werkzeugmaschinenhersteller StarragTornos hat 2025 einen Gewinneinbruch erlitten.

Das Konzernergebnis sank um 55 Prozent auf gerade noch 5,3 Millionen Franken, wie das in Rorschacherberg SG domizilierte Unternehmen am Montag bekanntgab.

Flaute bei Uhrenindustrie

Der Umsatz sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um 10,5 Prozent auf 442 Millionen Franken.

StarragTornos machte das herausfordernde Wirtschaftsumfeld für die Entwicklungen verantwortlich.

Besonders in der Schweizer Uhrenindustrie läuft es nicht gerade gut. Von einst rund 100 Millionen Franken an Umsatz gab es 2025 gerade einmal 25 Millionen Franken, erklärte das Unternehmen gegenüber muula.ch.

Sparen kompensiert Umsatzrückgänge

Im Marktsegment Aerospace habe sich die Gruppe 2025 dagegen mehrere Grossaufträge gesichert, sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich, hiess es weiter.

Besonders in den USA sei es gut gelaufen.

Im zweitgrössten Marktsegment «Industrial» sei es der Gruppe zudem gelungen, die starke Marktposition zu behaupten, so die Erfolgsmeldung der aus Starrag und Tornos fusionierten Firma.

Die Umsatzrückgänge schlugen sich allerdings bis zum Gewinn durch.

Durch Kostensparmassnahmen in allen Organisationseinheiten konnte der Werkzeugmaschinenhersteller dies teilweise kompensieren, insbesondere an den Standorten Moutier JU und im deutschen Chemnitz sowie durch die Einführung von Kurzarbeit an mehreren Standorten.

Erben bleiben bei der Stange

Am 6. Februar 2025 hatte die StarragTornos Group den Tod ihres Verwaltungsratsmitglieds und Hauptaktionärs Walter Fust bekanntgeben, wie muula.ch berichtete.

Walter Fust hielt nach der Fusion von Starrag mit Tornos rund 52 Prozent des Aktienkapitals der StarragTornos Group AG.

Die Erbengemeinschaft habe beschlossen, im Sinne der Absichten von Walter Fust an ihrem Engagement bei StarragTornos festzuhalten, geschlossen aufzutreten und die Stimmrechte entsprechend auszuüben, hiess es im Communiqué vom Montag.

Griff in die Reserven

An der Generalversammlung vom 17. April 2026 wird der Verwaltungsrat den Aktionären eine Dividende von 1,00 Franken pro Aktie vorschlagen, was einer Ausschüttungsquote von über 102 Prozent entspricht.

Der Griff in die Reserven wird dadurch deutlich.

StarragTornos erwartet für das Jahr 2026 zwar keine wesentlichen Wachstumsimpulse in den relevanten Marktsegmenten.

Doch die Nachfrage aus den Bereichen Aerospace und Defense solle weiterhin stark bleiben, hiess es zum Geschäftsausblick. Dies zeigt, dass die Raumfahrt den Fust-Erben als Ankeraktionären quasi hilft und das Anzapfen der Reserven rechtfertigt.

Der Auftragseingang bei Aerospace stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr immerhin um 40 Prozent auf über 126 Millionen Franken. Damit kommt neuer Umsatz in die Firmenkasse.

16.03.2026/kut.

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