UBS und CS erhalten «Dicke Post» aus den USA

Die US-Börsenaufsicht SEC hat die zwei Schweizer Grossbanken gebüsst. (Bild: Cristina Glebova / unsplash)

Die zwei Schweizer Grossbanken haben sich wieder jeweils Bussen in den USA eingefangen. Diesmal liegen die Vergehen gar nicht so lange zurück.

Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse (CS) gebüsst. Jedes dieser zwei Geldhäuser müsse 125 Millionen Dollar an Strafe zahlen, teilte die US-Börsenaufsicht SEC am Dienstagabend in einer Medienmitteilung mit.

Das Fehlverhalten betraf diesmal Compliance-Richtlinien, die von den Kreditinstituten nicht eingehalten worden waren. Konkret ging es um den jüngeren Zeitraum von Januar 2018 bis September 2021, während dem die Angestellten routinemässig Geschäftliches über ihre privaten Mobiltelefone kommunizierten.

Fehlende Dokumentationen

Die Firmen, zu denen neben den Schweizer Grossbanken auch die Deutsche Bank, Barclays, Goldman Sachs, Citigroup und etwa auch Morgan Stanley gehörten, hätten es versäumt, diese Kommunikationen mehrheitlich aufzubewahren.

Seit den 1930er Jahren sei aber eine lückenlose Dokumentation der Kommunikation unerlässlich für die Integrität des Marktes, führte die SEC aus. Falls sich die Technologien änderten, sei es um so wichtiger, dass die Unternehmen dennoch die Kommunikation adäquat archivierten, hiess es weiter.

Ein Viertel für die Schweiz

Insgesamt verhängte die SEC für die gleichen Probleme direkte Geldstrafen an 16 Finanzinstitute, die 1,1 Milliarden Dollar bezahlen müssen. Fast ein Viertel davon berappen aber die zwei Schweizer Grossbanken.

Auch die amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) strafte elf Finanzinstitute mit 710 Million US-Dollar ab. Die Busse für die beiden Schweizer Grossbanken beläuft sich auf jeweils 75 Millionen Dollar, wie diese Behörde in der Nacht auf Mittwoch mitteilte.

Medien waren informiert

Im August hatten Medien berichtet, die betroffenen Geldhäuser müssten jeweils 200 Millionen Dollar an Strafe berappen, wie es auch auf muula.ch hiess. Damit stimmten die Informationen haargenau.

In der Vergangenheit haben Schweizer Geldhäuser aber ohnehin bereits zig Milliarden an Strafen in den USA für verschiedenste Fehlverhalten beziehungsweise Probleme bezahlt.

27.09.2022/kut./28.09.2022/kut. (Meldung um weitere Busse ergänzt)

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