Notevakuierung von Swiss-Flugzeug in Indien

Ein Airbus A330 der Swiss vor blauem Himmel
Der Swiss-Airbus A330 mit der Immatrikulation HB-JHK musste notevakuiert werden. (Bild: PD)

Der Swiss-Flug LX147 musste den Start in Delhi wegen eines Triebwerkproblems abbrechen. Es gibt verletzte Passagiere und doch auch Ungereimtheiten.

Die Fluggesellschaft Swiss hat erneut einen Notfall verzeichnet.

In der Nacht auf den heutigen Sonntag musste ein Airbus A330 seinen Start in Delhi abbrechen und die Crew entschied, das Flugzeug zu evakuieren, wie Swiss in einem Newsbriefing bekanntgab.

Startabbruch und Evakuierung

Der Vorfall betrifft den Flug LX 147 nach Zürich und den Airbus A330 mit der Kennung HB-JHK.

An Bord hätten sich 228 Passagiere sowie 4 Kleinkinder befunden, als beim Start um kurz nach 1 Uhr morgens indischer Ortszeit an einem Triebwerk ein Problem aufgetreten sei.

Die Crew habe den Start abgebrochen und sich nach einer Situationsanalyse vorsorglich dazu entschieden, das Flugzeug zu evakuieren, hiess es.

Viele Fragezeichen

Swiss gab an, dass alle Passagiere und die Crew das Flugzeug über Notrutschen verlassen hätten.

Doch für einzelne Personen, die nicht über die Rutschen hätten aussteigen können, sei eine Treppe organisiert worden. Was dieser Widerspruch bedeutet, blieb unklar.

Zudem gebe es 6 Passagiere mit medizinischen Untersuchungen, erklärte die Fluggesellschaft. Ob die Personen im Spital seien, war aber zunächst unklar.

Später korrigierte Swiss die Angaben auf 4 verletzte Passagiere im Spital sowie ein verletztes Crew-Mitglied der 13-köpfigen Besetzung.

Zuverlässige Kommunikation gesichert

Die notgestrandeten Passagiere würden betreut und Swiss organisierte, Hotels und Weiterflüge.

Betroffene würden über «Contact-Cards» zuverlässig erreicht.

Ein Team von Technikern würde nun nach Delhi reisen, um das Flugzeug zu prüfen und die nächsten Schritte einzuleiten.

Flieger war pünktlich

Swiss hatte aufgrund der Probleme in Nahost mit oftmals geschlossenen Drehkreuzen in Dubai, Doha, Abu Dhabi & Co. um Qatar Airways, Emirates, Oman Air und Etihad gerade erst zusätzliche Verbindungen nach Delhi in den Flugplan aufgenommen.

Vom 1. April bis 31. Mai 2026 bietet die grösste Schweizer Fluggesellschaft nebst ihrem regulären Flug von Zürich nach Delhi eine zweite tägliche Verbindung mit einem Airbus A330 an.

Der Flug LX147 hatte die Probleme um kurz nach 1 Uhr. Mit einer geplanten Abflugzeit von 1:05 Uhr war der Flieger also pünktlich und nichts deutet daher auf Unregelmässigkeiten hin.

Die Landung war in Zürich für 6:20 Uhr normal erwartet worden.

Erinnerung an Notfall in Graz

Gegenüber Medien äusserten Betroffene, dass sie während des Starts in Delhi einen Knall an dem Triebwerk gehört hätten. Danach sei das Flugzeug zum Stillstand gekommen und über Notrutschen evakuiert worden.

Die Schweizer Premiumfluggesellschaft, die zur deutschen Lufthansa-Gruppe gehört, machte für die Falschangaben die zunächst unübersichtliche Lage in solchen Situationen verantwortlich.

Für Swiss ist es nicht der erste Vorfall mit Triebwerksproblemen. Unlängst musste ein A220 in Graz notlanden und ein Crew-Mitglied verstarb später im Spital.

Die genauen Ursachen hierfür sind immer noch unklar.

26.04.2026/ena./Meldung nach Korrektur von Swiss aktualisiert

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