
Der Schweizer Mobilfunkmarkt kommt mit der Neuvergabe von Lizenzen in Bewegung. Dabei freut sich neben Anbietern und Kunden noch ein Dritter.
Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat die Ausschreibung für einen Grossteil der Mobilfunkfrequenzen gestartet, die ab Januar 2029 verfügbar und neu zu vergeben sind.
Belebung der Konkurrenz
Mit der Neuvergabe der Konzessionen möchte die ComCom sicherstellen, dass die Schweizer Bevölkerung und Wirtschaft auch weiterhin mit hochwertigen Mobilfunkdiensten versorgt werde, teilte die Behörde am Dienstag mit.
Weitere Ziele der ComCom seien eine effiziente Zuteilung und Nutzung des Frequenzspektrums sowie die Förderung des bestehenden Wettbewerbs, hiess es weiter.
Begehrtes wird teurer
Frequenzen sind ein knappes öffentliches Gut, für dessen Nutzung gemäss den gesetzlichen Vorgaben ein angemessenes Entgelt zu entrichten ist.
Die Summe der Mindestpreise betrage 854 Millionen Franken, teilte die Comcom weiter mit.

Im Jahr 2012 waren 996 Millionen Franken an Auktionserlös erzielt worden.
Diesmal sieht es so aus, als müssten Swisscom, Salt, Sunrise & Co. deutlich tiefer in die Firmenkassen greifen.
Konzession für 15 Jahre sichern
Alle interessierten Unternehmen, die in der Schweiz Mobilfunkdienste mit eigener Infrastruktur anbieten wollen, können sich bis Anfang Dezember 2026 um die Teilnahme am Vergabeverfahren bewerben.
Die Auktion finde voraussichtlich im zweiten Quartal 2027 statt, erklärte die Telekombehörde.

Die Konzessionen sind ab dem 1. Januar 2029 für die Dauer von 15 Jahren gültig.
Dies garantiere den Betreibern langfristige Planungssicherheit, ohne den Marktzugang für neue Akteure übermässig lange zu verhindern, so die Überlegungen.
Keine Einnahmemaximierung
Der lachende Dritte im Bunde ist der Bund, denn ihm fliessen die Gelder für die Lizenzen zu. Er bekommt die Beträge als Einmalzahlungen in die Staatskasse.
Doch die Maximierung der Einnahmen stünde bei der Vergabe nicht im Mittelpunkt, relativierte die Comcom ihr Vorgehen.
Vielmehr stünden Versorgungssicherheit, Wettbewerb, die effiziente Nutzung der Konzessionen sowie Investitionen im Mittelpunkt.
01.09.2026/kut.



