
Die Amerikaner haben erneut die UBS mit Millionen gebüsst. Dabei geht es um Versäumnisse der Bank bei Russland-, Ukraine- und Waffengeschäften.
Die Amerikaner haben die Grossbank UBS blossgestellt.
Nachdem das Geldhaus in den USA wachsen will und eine Lizenz erhalten hat, zeigten die US-Behörden erst einmal, wo der Hammer hängt.
Transaktionen zu spät gemeldet
Die UBS wurde von der US-Geldwäscherei-Aufsichtsbehörde FinCEN und der US-Börsenaufsicht SEC mit 125 Millionen Dollar gebüsst, wie die Ämter am Montag mitteilten.
Die Schweizer Grossbank sei eine Wiederholungstäterin, hiess es bezüglich Versäumnisse bei der Prävention von Geldwäscherei.
Im Zeitraum von 2019 bis 2023 soll UBS verdächtige Transaktionen erneut nicht fristgerecht gemeldet haben, hiess es weiter.
Die 125 Millionen Dollar an Strafe seien ein Rekordwert, wie die Amerikaner betonen.
Alarmglocken nicht geschrillt
Doch die hohe Busse reicht noch nicht aus. Die USA publizierten viele Einzelfälle, bei denen die UBS versagt hat.
Obwohl die Grossbank beispielsweise von negativen Nachrichten über einzelne Kunden wusste, unternahm sie bei merkwürdigen Geldtransaktionen nichts.
In den Details geht es um Russland-Verbindungen, Oligarchen, Venezuela oder Waffengeschäfte in Nahost, die bei dem Geldhaus die Alarmglocken hätten schrillen lassen müssen.
Mexikanischer Haftbefehl
Bezüglich der Ukraine seien über mehrere Jahre rund 61.500 Transaktionen im Wert von über 10 Milliarden Dollar einfach ungesehen durch die Systeme der Bank geleitet worden, so die FinCEN.
In Mexiko gab es sogar einen Haftbefehl gegen einen Kunden. Die UBS führte Transaktionen mit der Person dennoch unbedarft aus, wie aus der Vereinbarung von den USA mit der UBS weiter hervorgeht.
Frühere Millionenbusse als Warnung
Es betrifft UBS Financial Services.
UBS gelobte in der Vereinbarung mit den USA erneut Besserung.
Das Geldhaus habe bereits aus einer früheren Busse von rund 15 Millionen Dollar heraus gewusst, was ihr bei weiterem Fehlverhalten drohe, mahnten die US-Behörden.
Es dürfte ein klares Signal sein, dass die Schweizer Grossbank UBS für den amerikanischen Markt noch nicht reif ist.
03.08.2026/kut.



