
Die Konsumenten kehren aus den Sommerferien erstaunlich pessimistisch zurück. Alle Kriterien ihrer Kauflaune trüben sich urplötzlich ein.
Die Konsumentenstimmung hatte sich in der Schweiz nach dem US-israelischen Angriffskrieg auf Iran eigentlich wieder aufgehellt.
Doch nach den Sommerferien halten die Schweizer überraschend ihr Geld stärker zusammen, wie die Lage unter Verbrauchern verdeutlicht.
Alle Kriterien im Minus
Der Index der Konsumentenstimmung sank im September auf –36 Punkte, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am Freitag bekanntgab.
Das war ein Rückgang gegenüber dem Vormonat um immerhin 3 Zähler.

Alle Teilindizes, welche das Seco für das Barometer heranzieht, gingen innerhalb eines Monats zurück.
So sanken die Einschätzungen bei der erwarteten Wirtschaftsentwicklung und für die vergangene Finanzlage auf -42,5 beziehungsweise -42,3 Punkte nach -36,4 und -38,8 Punkten im August.
Besserung auf Jahressicht
Pessimistischer schätzten die Schweizer nun auch die erwartete Finanzlage sowie den Zeitpunkt für grössere Anschaffungen wie Autos, Möbel & Co. gegenüber dem Vormonat ein, hiess es zur Umfrage in allen Sprachregionen des Landes.
Einziger Trost dabei war, dass die Resultate praktisch auf dem Vorjahresniveau lagen, wie es das Seco positiv formulierte.
So schlecht, wie vor einem Jahr, ist die Lage also nicht.
Bessere Konjunktur
Der Index lag 1 Punkt über dem Wert vom September 2025, wobei allerdings nur ein Teilindex, nämlich die erwartete Wirtschaftsentwicklung, über den Vorjahreswerten lag.

Tiefer als vor Jahresfrist notierten dagegen die anderen drei Teilindizes um die vergangene und erwartete Finanzlage sowie die Einschätzungen zu grösseren Anschaffungen, die für die Verbraucherstimmung wichtig sind.
Alles in allem kommt die Eintrübung der Kauflaune überraschend, weil die Schweizer Volkswirtschaft immer mehr Tritt fasst und auch Detailhändler um Coop, Migros, Manor, Globus, Denner, Aldi, Lidl & Co. steigende Umsätze verzeichnen, wie muula.ch berichtete.
09.10.2026/kut.




