Volle Einkaufskörbe im Schweizer Detailhandel

Ein oranger Einkaufskorb
Die Konsumenten gehen gerne shoppen. (Bild: pixabay)

Die Kauflaune der Schweizer ist entgegen allen Erwartungen ungebrochen. Dies zeigt sich sogar in der Sommerzeit und die Teuerung verleiht Schub.

Ein typisches Signal, wie die Konjunktur läuft, ist das Einkaufsverhalten der Menschen.

Halten sie sich immer mehr zurück, zeigt sich am Horizont eine Konjunktureintrübung.

Realer Rückenwind

Doch die Schweiz ist von solchen Szenarien meilenweit entfernt. Der Detailhandel um Migros, Coop, Manor, Globus, Denner, Aldi, Lidl & Co. läuft derzeit, wie geschmiert.

So stiegen im heissen August die Umsätze – bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte – um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, wie das Bundesamt für Statistik BFS am Donnerstag auf Basis provisorischer Daten bekanntgab.

Real, also unter Berücksichtigung der Teuerung, ging es ohne die Tankstellen sogar um 3,0 Prozent nach oben.

Möbel, Kleidung und Autos

Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme des nominalen Umsatzes um 1,5 Prozent. Real stiegen die Verkäufe um 2,1 Prozent.

Besonders gut lief es im Hochsommer aber im Bereich von Nicht-Nahrungsmitteln.

Diese Umsätze um Kleidung, Autos, Möbel & Co. legten um 2,2 Prozent zu. Real stiegen die Verkäufe in diesem Segment sogar um 3,0 Prozent. Es wird also geshoppt, als gäbe es kein Morgen mehr.

Supermarktschlange verrät viel

Für die Schweizer Konjunktur sind dies positive Nachrichten.

Während sich die Industrie immer mehr aufrappelt, tragen die Schweizer Konsumenten ihren Teil zum Wohlergehen der Volkswirtschaft bei.

Das Wachstum einer Wirtschaft lässt sich eben auch im Supermarkt ablesen.

01.10.2026/kut.

Volle Einkaufskörbe im Schweizer Detailhandel

3 thoughts on “Volle Einkaufskörbe im Schweizer Detailhandel”

  • Oktober 3, 2026 at 10:58 a.m.
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    Ziemlich unrealistisch. Bräuchte mindestens noch eine Anpassung ans Bevölkerungswachstum inkl. Schutzsuchende. Ev. auch Berücksichtigung tiefere Zollfreigrenze. Negative Preisentwicklung im Detailhandel ist auch nicht sehr realistisch. Zumal bei sinkendem Franken. Ich vermute, die Statistik ist faul.

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    • Oktober 4, 2026 at 6:42 a.m.
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      Sehr geehrter Jerome P.
      Dank für Ihre Kommentare und Fragen.

      Die Daten sind, erstens, provisorisch. Das kann heissen, dass sich die untersuchten Detailhändler anders als der Markt entwickelt haben. Teils sind Tankstellen ausgeklammert.

      Dann wurden die Daten, zweitens, kalendertag- und saisonbereinigt, was für Vergleiche wichtig ist. Sie können dies in der Grafik gut erkennen, wo die Kalendertag-bereinigten Umsätze stark zurückgehen.

      Und drittens, kommen dann noch die Preisentwicklungen dazu, welche für die jeweiligen Güter (Nahrungsmittel, Nicht-Nahrungsmittel) der Stichprobe durchaus negativ sein können. Genau deshalb machen Statistiker all diese Anpassungen, weil sie nicht intuitiv, aber für eine korrekte Einschätzung wichtig sind.

      Freundliche Grüsse
      kut.

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