Aktien retten Schweizer Pensionskassen

Ein Kerzen-Chart zur Aktienanalyse mit einem Zeigefinger
Aktien erzielen derzeit eine sehr gute Performance. (Bild: J. Zerdzicki / unsplash)

Vorsorgeeinrichtungen erwirtschaften derzeit eine Jahresrendite von rund 4,4 Prozent. Doch die Kapitalerträge sprudeln an unerwarteten Stellen.

Schweizer Pensionskassen haben seit 2006 im Schnitt 3,41 Prozent an Rendite pro Jahr erwirtschaftet.

Die Rendite innerhalb des vergangenen Jahres lag bei 4,41 Prozent, wie die Grossbank UBS diese Woche bekanntgab.

Miserabler September

Damit zeigt sich bei der Kapitalanlageperformance, dass 2026 im Prinzip ein überdurchschnittliches Jahr für Vorsorgeeinrichtungen der Schweiz ist.

Dies gilt selbst dann, wenn die Pensionskassen im September nach Abzug von Gebühren nur eine durchschnittliche Performance von -0,46 Prozent erzielten, wobei einzelne Pensionskassen laut der UBS zwischen -1,47 Prozent und 0,84 Prozent erwirtschaften.

Grösse mit untergeordneter Rolle

Spitzenreiter waren bisher mittelgrosse Vorsorgeeinrichtungen mit Kapital zwischen 300 Millionen Franken und 1 Milliarde Franken. Sie erzielten eine Rendite nach Gebühren von 4,63 Prozent. 

Grössere Pensionskassen kamen dabei nur auf 4,28 Prozent. Die Skalierbarkeit spielt bei den Kapitalerträgen solch institutioneller Anleger also nicht unbedingt eine Rolle.

Vorsorgeeinrichtungen mit Kapital von unter 300 Millionen Franken erwirtschafteten innert Jahresfrist «nur» 4,34 Prozent an Rendite.

Zweistellige Nettorendite

Doch was macht Schweizer Pensionskassen in der Kapitalanlage diesmal erfolgreicher als ein Durchschnittsjahr?

Mit Schweizer Anleihen vernichteten die Intuitionen innerhalb eines Jahres fast 1 Prozent an Vorsorgekapital.

Die Aktien Schweiz kamen dagegen auf eine Netto-Rendite von 7,5 Prozent. Doch noch viel besser liefen Aktien ausserhalb des Landes, die nach Abzug von Gebühren auf einen Kapitalertrag von 18,61 Prozent kamen.

Anlagerenditen nach Gebühren für Schweizer Pensionskassen laut UBS
Aktien sind für Pensionskassen top. (Screenshot: muula.ch)

Auch Anlageklassen mit vergleichsweise schlechtem Ruf haben sich hervorragend entwickelt.

Hedgefunds brachten Pensionskassen bisher 10,27 Prozent an Nettorendite und sogar Private-Equity, das etwa mit Partners Group stark in Verruf geraten ist, verhalf zu Kapitalerträgen von 6,08 Prozent an Rendite.

Optimistisch für Börsen

Die Grossbank UBS sieht nach dem raschen Anstieg der Anleiherenditen nun attraktivere Einstiegsniveaus bei Anleihen, wie das Geldhaus zur Pensionskassen-Analyse schrieb.

Trotz des Zinsanstiegs bleibe die UBS aber für Aktien konstruktiv und rechne damit, dass eine widerstandsfähige Wirtschaft, ein sich verbessernder Gewinnzyklus und die Fortsetzung der KI-bezogenen Investitionen die Märkte mittelfristig unterstützen werden.

Mit anderen Worten: Aktien sind weiterhin top.

10.10.2026/kut.

Aktien retten Schweizer Pensionskassen

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