Schweiz feiert ihr fünftes Drei-Sterne-Restaurant

Blick in eine Küche
Die Schweiz hat noch mehr Starköche. (Symbolbild: pixabay)

Die Sternegastronomie ist vielerorts auf dem Rückzug. Doch in der Schweiz geht es wegen eines Ägypters im Drei-Sterne-Segment von Michelin aufwärts.

Feinschmecker müssen sich künftig an eine neue Destination in der Schweiz gewöhnen.

Die Definition für Drei-Sterne-Restaurants lautet nämlich, dass sich eine separate Reise zu dem Gourmettempel lohnt.

Zwillinge steigen auf

Bisher hatte die Schweiz vier solcher Restaurants mit drei Michelin-Sternen.

Am Montagabend wurde in Andermatt UR bei einer feierlichen Zeremonie aber das fünfte Drei-Sterne-Restaurant gekürt.

Es ist das The Japanese im Luxushotel The Chedi und wird von den Zwillingsbrüdern Dominik Sato und Fabio Toffolon geführt.

The Twins vom Chedi in Andermatt
Die «Twins» aus dem Chedi erhalten drei Michelin-Sterne. (Screenshot: muula.ch)

Sie waren vom berühmten Michelin-Guide noch vor Kurzem mit ihrer japanisch inspirierten Küche als Newcomer-Chefs gefeiert worden.

Seit 2023 hatten sie die Auszeichnung von zwei Michelin-Sternen geholt. Nun steigen sie in die höchste Kategorie der Feinschmeckerrestaurants auf.

Bald wieder nur vier

Die vier bestehenden Drei-Sterne-Gourmettempel der Schweiz wurden zudem bestätigt.

Es handelt sich um das Cheval Blanc im Hotel Les Trois Roi in Basel, das Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier und das Schloss Schauenstein in Fürstenau im Kanton Graubünden.

Das Memories von Sven Wassmer in Bad Ragaz hat ebenfalls diese Auszeichnung erneut erhalten, allerdings ist beabsichtigt, dass es im Februar 2027 schliessen wird.

Jahrelanges Investieren

Die Schweiz hat den Zuwachs im Drei-Sterne-Segment dem ägyptischen Oligarchen Samih Sawiris zu verdanken, der aus einem ausgedienten Militärstandort eine Tourismusdestination im Kanton Uri gemacht hat.

Nach all den Jahren an Investitionen in den Skiort kommt die Auszeichnung damit auch ihm zugute.

The Japanese im Chedi in Andermatt
Japanische Eleganz im Chedi in Andermatt. (Bild: PD)

Die «Twins», wie die Starköche oft genannt wurden, setzen auf Balance und Eleganz auf den Tellern, die stets wie japanische Kunstwerke aussehen.

Hoffnungen zerplatzt

Bei den Zwei-Sterne-Restaurants gab es keine Neuzugänge.

Zahlreiche Spitzenköche mit zwei Michelin-Sternen, wie Heiko Nieder im Zürcher Dolder Grand Hotel, machen sich seit Jahren Hoffnungen auf einen dritten Stern. Doch erneut gingen viele leer aus.

Unter den Ein-Sterne-Restaurants von Michelin kamen sieben neue hinzu.

In der höchsten Kategorie heisst es aber nun: Auf ins Luxushotel Chedi nach Andermatt im Kanton Uri.

02.11.2026/kut.

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