Der einfachste Weg zu italienischen Spitzenweinen

Rotwein fliesst in ein edles Weinglass
Gute Weine lassen sich nicht nur an Farbe, Aroma und Geschmack erkennen. (Bild: Vinotekarium / pixabay)

Italien ist berühmt für Weine, und es gibt die verschiedensten Qualitäten. Wie finden sich Weinkenner mit einem Blick in dem Dickicht zurecht?

Chianti, Barolo, Amarone oder doch lieber Prosecco? Weine aus Italien sind vielschichtig.

Von leicht und fruchtig bis tief und vollmundig, gibt es italienische Weine, die für jeden Geschmack und Anlass geeignet sind.

Zu Pizza und Pasta

Eine der bekanntesten Weinsorten Italiens ist der Chianti, der aus der Toskana stammt.

Chianti wird aus der Sangiovese-Traube hergestellt und wird für seinen trockenen, fruchtigen und leicht würzigen Geschmack geschätzt. Chianti passt gut zu vielen Gerichten, insbesondere zu italienischer Küche, wie Pizza oder Pasta.

König unter den Tropfen

Ein weiterer bekannter Wein ist der Barolo, der aus der Piemont-Region stammt und hauptsächlich aus der Nebbiolo-Traube hergestellt wird. Barolo ist ein schwerer, vollmundiger Wein, oft auch als der «König der Weine» bezeichnet.

Er hat einen hohen Tanningehalt und eine lange Alterungsfähigkeit.

Barolo passt gut zu kräftigen Gerichten wie Wild, Steak und reifen Käsesorten.

Zu kräftigem Fleischgeschmack

Auch Amarone ist ein beliebter italienischer Wein, der aus der Region Venetien stammt und vorwiegend aus der Corvina-Traube hergestellt wird.

Amarone ist bekannt für seine intensive Farbe, seinen reichen Geschmack und seine hohe Alkohol- sowie Zuckerkonzentration.

Die Trauben werden vor der Weinherstellung getrocknet, was dem Wein einen besonderen Charakter verleiht. Amarone passt gut zu würzigen Gerichten und kräftigen Fleischsorten.

Neben diesen Sorten gibt es aber noch unzählig viele andere Qualitätsweine aus Italien.

Beliebter Weisswein

So ist beispielsweise der Prosecco ein beliebter italienischer Schaumwein, der aus der Provinz Treviso in Venetien stammt. Er ist bekannt für seinen leichten, spritzigen Geschmack und wird oft als Aperitif serviert.

Auch der Pinot Grigio, der aus der Region Venetien stammt, ist ein beliebter Weisswein, der frisch und fruchtig schmeckt und gut zu leichten Gerichten, wie Fisch, Meeresfrüchten oder Salaten, passt.

Eine einfache Regel

Wie sollen sich Weinliebhaber nun aber in diesem Dickicht zurechtfinden, wenn sie in ein Weingeschäft oder Restaurant gehen, aber keine Hilfe in Sichtweite ist?

Die hier aufgeführten Weine und Weinsorten sind ja bloss eine kleine Auswahl.

Nun, dafür empfiehlt muula.ch am heutigen Freitag zum Einleiten des Wochenendes ein einfaches Rezept, das auch Schweizer Weinexperten als «passabel» eingestuft haben.

Es bezieht sich nicht auf den Geschmack oder wohlklingende Markennamen, sondern auf Bezeichnungen, die vom italienischen Weingesetz herstammen.

Jedes Gütesiegel aus dem Gesetz definiert nämlich verschiedene Qualitätsstufen italienischer Weine.

Wenige Buchstaben

Auf den Flaschen befinden sich dann diese Qualitätsbezeichnungen oder eben nicht und daran können sich Verbraucher sehr gut orientieren. Gibt es kein Label, lässt man lieber die Finger von dem Wein.

Er kann aus ganz Italien stammen und bei den Trauben wild durchgemixt sein.

Mittlere Qualität, aber doch noch Massenware finden sich unter der Bezeichnung IGT. Sie steht für «Indicazione Geografica Tipica» und ist die niedrigste Qualitätsstufe.

Experimente möglich

Diese Bezeichnung bedeutet, dass der Wein aus einem bestimmten geografischen Gebiet in Italien stammt, aber nicht ganz so strengen Regeln unterliegt.

Es gibt den Winzern aber eine gewisse Flexibilität bei der Herstellung, was heisst, dass sie mehr Freiheit haben, verschiedene Rebsorten und Produktionsmethoden zu verwenden.

Dabei können aber durchaus wohlschmeckende Tropfen herauskommen.

Geringere Masse

Etwas bessere Qualität, aber immer noch grössere Produktionsmengen gibt es mit der Bezeichnung DOC.

Sie steht für «Denominazione di Origine Controllata» und ist eine deutlich höhere Qualitätsstufe als etwa IGT.

Um die Bezeichnung DOC zu erhalten, müssen die Weine bestimmten Regeln folgen, welche die Rebsorten, Erträge, Weinherstellungsmethoden und Alterungsvorschriften festlegen.

Jedes DOC-Gebiet hat dabei seine eigenen, spezifischen Regeln. Die DOC-Zertifizierung garantiert Verbrauchern eine gewisse Qualität und die Einhaltung der Traditionen des jeweiligen Anbaugebiets.

Absolute Spitzenweine

Viel besser fahren Weinliebhaber in Italien allerdings mit der Bezeichnung DOCG.

Sie steht für «Denominazione di Origine Controllata e Garantita» und ist die höchste Qualitätsstufe. DOCG-Weine müssen zusätzlich zu den Regeln, die für DOC-Weine gelten, auch eine sensorische Prüfung von Experten durchlaufen.

Nur Weine, die alle Anforderungen erfüllen, erhalten dieses exklusive DOCG-Label.

Auswahl in Restaurants

Während IGT-Weine also mehr Flexibilität in Bezug auf Rebsorten und Produktionstechniken bieten, garantieren DOC- und DOCG-Weine ein höheres Mass an Qualität und Einhaltung von Traditionen in den jeweiligen Anbaugebieten.

Weinkenner und Weinliebhaber halten bei Italien also Ausschau nach DOCG.

Damit werden Weinliebhaber auch in Restaurants oder Weinläden mit ihrer unendlich grossen Auswahl in der Regel nicht über das Ohr gehauen.

Schlitzohren beachten

Dabei sollten allerdings zwei Dinge nicht vergessen gehen.

Zum einen gibt es abseits dieser Orientierungshilfe durchaus auch hervorragende, kreative Weine in Italien.

Und zum anderen hält sich, wie Weinskandale in der Vergangenheit zeigen, nicht jeder italienische Winzer unbedingt an die Vorschriften des Weingesetzes seiner Heimat.

12.05.2023/kut.

Der einfachste Weg zu italienischen Spitzenweinen

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