
Die Schweizer Firmen spüren den Preisauftrieb immer stärker. Das erhöht den Druck auf die Verbraucherpreise und die Schweizerische Nationalbank SNB.
Der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise erhöhte sich weiter.
Allein im September stiegen die sogenannten Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik BFS zu den neusten Entwicklungen bekanntgab
Erdöl im Fokus
Die inländischen Produzentenpreise erhöhten sich innerhalb eines Monats um 0,1 Prozent. Doch die Importpreise legten um 0,9 Prozent zu.
Steigende Preise hätten Mineralölprodukte, Computer, Erdöl und Erdgas sowie Automobile und Automobilteile gezeigt, hiess es weiter. Damit setzte sich der Preisschub, unter dem die Firmen leiden, weiter fort.
Bereits im August war der Gesamtindex um 0,7 Prozent höher als im Juli, wie muula.ch berichtete.
Importpreise steigen rasant
Im Vergleich zum September 2025 sank das Preisniveau um 0,2 Prozent. Der markante Anstieg des US-israelischen Angriffskrieges auf die Islamische Republik Iran Ende Februar 2026 zeigt sich in den Daten also deutlich.

Die Produzentenpreise sanken noch gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent. Doch bei den Einfuhren drückten höhere Preise um 2,1 Prozent auf die Erzeugerpreise, was die starken Bewegungen unter der Oberfläche zeigt.
Nationalbank gefordert
Für die Schweiz verheisst der Preisanstieg beim Import nichts Gutes. Über einen schwachen Schweizerfranken, der aus der hohen Zinsdifferenz zum Ausland resultiert, holt sich die Schweiz die Teuerung ins Land.
Daher dürfte die Schweizerische Nationalbank SNB wegen des deutlichen Teuerungsschubs für die Firmen in Alarmstimmung sein. Sie muss für Preisstabilität bei den Konsumenten sorgen. Doch erleiden die Unternehmen einen Teuerungsschub, werden sie diesen an die Verbraucher weiterreichen.
Damit kann die SNB ihre Nullzinspolitik kaum noch länger fortsetzen.
Winterstromlücke schliessen
Der Haupteinflussfaktor für die Schweiz liegt bei den Energiepreisen, wie die Aufschlüsselung in der Grafik bei den Importpreisen verdeutlicht.

Daher muss das Land unbedingt autark bei Energie werden.
Mit anderen Worten: Ein neues Atomkraftwerk wäre für die Schweiz nicht schlecht, solange es keine verlässlichen Alternativen für die Stromlücke im Winter gibt.
16.10.2026/ena.




