Am Flughafen Zürich wird das Kerosin knapp

Flughafen Zürich mit einem Flugzeug der Swiss
Am Flughafen Zürich droht Mangel an Flugbenzin. (Bild: muula.ch)

Die Schweiz schlittert in eine akute Versorgungskrise bei Treibstoffen. Nun gibt der Bund sogar Teile der eisernen Reserve für den Airport Zürich frei.

Die Versorgungssituation der Schweiz ist derzeit alles andere als rosig.

Bereits vor wenigen Tagen musste das Land die Pflichtlagerbestände für Diesel und Benzin anzapfen.

Zehntausende Kubikmeter

Nun zeigt sich die Dramatik der aktuellen Versorgungskrise an einem weiteren Ort. Die Situation hat sich gegenüber der Vorwoche verschlechtert.

Dem Flughafen Zürich drohe eine Unterversorgung mit Flugpetrol, teilte der Bund am Donnerstag überraschend mit.

Zur Stützung der Versorgung habe der Delegierte für wirtschaftliche Landesversorgung zeitlich und mengenmässig begrenzte Bezüge aus den Pflichtlagern bewilligt, hiess es weiter.

Vom 15. Oktober bis einschliesslich 1. November 2026 könnten bis zu 30.000 m3 Flugpetrol bezogen werden, so das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL zur Lage.

Zusatztransporte schwierig

Die freigegebene Menge entspricht 6,5 Prozent der aktuell vorhandenen Pflichtlagermenge an Flugpetrol, erklärte die Behörde weiter.

Ausfälle und erhebliche Verspätungen im internationalen Schienengüterverkehr, insbesondere auf den Zufahrtsstrecken aus Deutschland, beeinträchtigten die Versorgung des Flughafens Zürich mit Flugpetrol.

Aufgrund des Niedrigwassers auf dem Rhein seien Zusatztransporte anderer Güter bereits auf die stark ausgelastete Schiene verlagert worden, hiess es zur angespannten Situation.

Mögliche Tankstopps einlegen

Die verfügbaren Bestände am Flughafen Zürich reichten ohne Massnahmen nicht aus, um die ausfallenden Lieferungen zu überbrücken.

Die bewilligten Pflichtlagerbezüge können den Markt gezielt stützen und die drohende Versorgungslücke überbrücken, gab sich das BWL überzeugt.

In Deutschland wurden an Flughäfen auch bereits Notvorräte freigegeben.

Die Schweizer Premiumfluggesellschaft Swiss, die zur deutschen Lufthansa-Gruppe gehört, hatte unlängst im Falle eine Kerosin-Knappheit erklärt, möglicherweise erst zu einem Tankstopp nach Wien zu fliegen, um Verbindungen auf Langstrecken anbieten zu können.

15.10.2026/kut.

Am Flughafen Zürich wird das Kerosin knapp

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